Auf Club-Tour mit MoTrip und VENUE | S3L-X

Von in Live Sound, Musik

2015 war das Jahr, in dem der Rapper MoTrip durchstartete. Das Album “Mama” stieg auf Platz 3 der Charts ein und auch der im Werbespot für die Kopfhörermarke Beats verwendete Track “So wie Du bist” erreichte hohe Chartpositionen. Dabei ist MoTrip kein Unbekannter in der Szene und konnte mit seinem Debut-Album “Embryo” 2011 sowie als Co-Autor und Ghostwriter für namhafte HipHop-Kollegen wie Bushido oder Fler schon auf sich aufmerksam machen.

Auf einer ausgedehnten Clubtour feierte MoTrip 2016 den Erfolg des Albums auch live weiter. Doch wie den Sound in die Clubs und auf die Bühne bringen? MoTrip wollte mehr als nur zu Playbacks des Albums zu rappen und so finden sich auf der Tour neben dem obligatorischen DJ noch ein Keyboarder und vor allem ein Drummer auf der Bühne um Motrip und den ihn begleitenden Rapper JokA zu supporten.

Also durchaus ein paar Signale zum Bändigen für FOH-Engineer Marko Vujovic (Korn, Bushido, Sido), der für die aktuelle Clubtour von Motrip auf die Kompaktheit und den fetten Sound eines VENUE | S3L-X Systems vertraut. Wir haben Marko während des Konzerts im Münchner Backstage getroffen.

Marko Vujovic am FOH bei MoTrip

Marko, was sind die Herausforderungen der aktuellen MoTrip-Clubtour?

Marko Vujovic: Da sind zuerst einmal die Clubs an sich, denn wir haben keine eigene PA dabei sondern nutzen immer die installierten PAs der Clubs. So ist jeder Gig wieder eine komplett neue Aufgabe.

HipHop braucht immer viel Low End, aber ich hatte nie Probleme mit dem Sound und wenn die Subwoofer doch mal etwas schwach auf der Brust waren, haben die VENUE-Pulte ja doch noch das ein oder andere Plug-In auf Lager, mit dem man den Sound noch andicken kann. Multibandkompressoren etwa können Lautheit erzeugen, wie man das normalerweise im Mastering macht. Damit kann man auch Transienten zähmen, die sonst auf die PA gehen würden und viel von der Energie rauben würden.

Welche Plug-Ins benutzt Du konkret?

Marko Vujovic: Der Avid Pro Multiband Kompressor ist auf allen Vocals bevor es noch mal in den BF-2A reingeht. Damit hole ich mir die Stimme noch mal ein ganzes Stück näher ran.

Als EQ nehme ich tatsächlich vor allem den Channel EQ der S3L. In der Summe ist ganz am Ende nochmal ein Impact Kompressor, mit dem ich versuche, ein bisschen den Sound der SSL-Konsolen aus dem Studio nachzuempfinden.

Für die Snare liebe ich den Oxford Compressor und Snare und Kick bekommen noch mehr Punch über den Transient Designer von SPL. Der Drumbus geht zusätzlich noch durch den Joemeek Compressor.

Die Zuschauer erwarten heutzutage, dass es so fett und dicht wie auf der Platte klingt, mit der Liveband haben wir aber die Möglichkeit, das ganze noch interessanter zu machen. Für mich persönlich ist es immer noch was besonderes, wenn eine elektronisch produzierte Platte dann mit einer Liveband umgesetzt wird.

Warum hast Du Dich bei dieser Tour für eine S3L-X entschieden?

Marko Vujovic: Die S3L ist ein kleiner Kampfzwerg! Die Audioqualität ist ähnlich hervorragend wie bei der neuen S6L, aber es natürlich alles sehr viel kompakter. Wir waren auf dieser Tour vor allem in kleinen Clubs und Hallen unterwegs, teilweise mussten wir sogar über Treppen einladen. An diesen Tagen hat mich die Crew mit meinem kleinen Setup geliebt… (lacht)

Es war meine erste Tour mit der S3L und ich bin wirklich sehr begeistert, vor allem auch von der Tonqualität.

 

Bist Du sofort mit der S3L-X zurechtgekommen?

Marko Vujovic: Mit Korn bin ich ja seit vielen Jahren mit VENUE-Konsolen unterwegs. Das Tolle an der S3L und auch der neuen S6L ist, dass die VENUE Software die gleiche ist. Das gibt einem erst mal das Gefühl von Vertrautheit und Sicherheit beim Umstieg. Im allerschlimmsten Fall kann ich immer noch zur Maus greifen… (lacht)

Bei der Mischoberfläche habe ich schon ein paar Tage gebraucht, um die Show wirklich perfekt zu programmieren, aber da arbeitet man sich wie bei jeder neuen Konsole ein.

„Die S3L ist ein kleiner Kampfzwerg! Die Audioqualität ist ähnlich hervorragend wie bei der neuen S6L.“

Wie mischt du eine Show wie MoTrip?

Marko Vujovic: Ich habe für jeden Song einen Snapshot. Der Schlagzeuger spielt ein Akustik-Drumset, hat aber auch Roland SPD Pads, um z.B. diverse TR-808 Sounds abzufeuern. Nach ein paar Shows hat man dann auch Einstellungen für den Drummer gefunden, die gut funktionieren und die programmiere ich mir dann als Ausgangbasis zum Mischen in die Snapshots.

Der Keyboarder spielt vor allem Klavier- und Rhodes-Sounds, aber auch Bässe und Synth-Sounds von einem Access Virus. Es gibt aber auch ein paar Backing-Tracks vom Laptop, z.B. Percussion-Stems oder ein paar Harmony Vocal Stems, die ich mir dann durch Snapshots recalle.

 

Wie arbeitest Du mit Pro Tools?

Marko Vujovic: Ich nehme grundsätzlich jede Show auf und benutze diese dann für den Virtual Soundcheck.

Für die Band ist das toll, dass man am FOH den Sound der Show noch einmal gemeinsam durchgehen und besprechen kann. Und der Künstler kann mir noch einmal Feedback geben, an welchen Stellen er sich vielleicht anders hören möchte.

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As Marketing Manager Audio one of my most exciting responsibilities is to work with customers and artists from music production and live sound up to big film mixing studios.