Avid auf der Genrenale 2016

Von in Filmproduktion

Die diesjährige Genrenale hat unter dem Motto „Keep it unreal“ wieder einen bunten Mix deutscher Genrefilme präsentiert. Avid unterstützt die Veranstaltung und ging auf dem Avid Genre Panel der Frage nach, wie man den deutschen Genrefilm aus seiner Nische herausführen kann.

Wer einen aktuellen deutschen Kinofilm sehen möchte, hatte in den letzten Jahren meistens die Wahl zwischen Komödie oder Drama. Abseits des Mainstream-Kinos sieht es eher dünn aus, denn die Förderung und damit die Möglichkeit, Filme mit großem Budget zu produzieren, beschränkt sich hierzulande meist auf dieses enge Feld.

Dabei war Deutschland  zu Beginn der Kinematographie Vorreiter und feste Größe im Genre- und Autoren-Film und brachte mit Streifen wie „Der Student von Prag“, „Nosferatu“, oder „Metropolis“ echte Meilensteine hervor. Auch in der Nachkriegszeit erreichte beispielsweise die Science-Fiction-Serie „Raumpatrouille Orion“ außergewöhnlich hohe Einschaltquoten. Bis heute besitzt sie Kultstatus.

Doch in den letzten Jahrzehnten wurde es merklich ruhiger um den deutschen Genrefilm. Produzenten setzten vermehrt auf vermeintlich sichere Projekte und bekannte Muster anstatt auf alternative Fantasy-, Horror- oder Science-Fiction-Geschichten. Genrefilme wurden immer mehr zu Liebhaberprojekten, die als Projektarbeit von Studenten oder als Studie realisiert wurden.

Die Genrenale hat sich zum Ziel gesetzt, die alte Tradition wieder aufleben zu lassen. Unter dem Motto „Keep it unreal“ zeigt sie jetzt schon im vierten Jahr ein Programm, das zu 100 Prozent aus deutschem Genrefilm besteht.

Copyright Genrenale

Sie beweist, dass sowohl die Ideen für gute Filme als auch das Interesse des Publikums vorhanden sind. Die Zuschauerzahlen steigen von Jahr zu Jahr, 2016 haben über 2800 Besucher an zwei Festivaltagen für eine gelungene Veranstaltung gesorgt.

Aus etwa 140 Einreichungen wählten die Macher um Festivalorganisator Paul Andexel und Programmleiter Krystof Zlatnik schließlich die besten Kurzfilme aus. Diese wurden dann in Blöcken zu jeweils 5 Filmen gezeigt. Die Crews hinter den Filmen und die Filmemacher waren vor Ort, es gab gemeinsame Diskussionen und Gespräche sowie die Möglichkeit, sich für neue Projekte zu vernetzen. Diese Nähe verleiht der Genrenale ihren ganz besonderen Charme. Sie macht die Filme so greifbar, wie es auf anderen Festivals nicht möglich ist.

Grund genug für Avid, die Genrenale zu unterstützen und zu zeigen, dass nicht nur die großen Produktionen und Oscar-Gewinner wichtig sind, sondern auch kleinere und künstlerische Filmprojekte abseits des Mainstreams. Das Avid Genre-Panel bot Branchenexperten die Möglichkeit, darüber zu diskutieren, wie man den deutschen Genrefilm aus der Versenkung führen und weiter fördern kann.

Avid Genre Panel, Copyright Genrenale

Dabei wurde klar, dass Genrefilm und Fiction international durchaus erfolgreich sein können – das stellen nicht zuletzt Blockbuster wie „Star Wars“, „Indiana Jones“ oder auch „Harry Potter“ eindrucksvoll unter Beweis. „Genre“ bedeutet nicht automatisch Low Budget, Splatter und Trash.

Deutschland bietet mit seiner Genre-Geschichte und seinem reichen Schatz an Märchen und Mythen ein einmaliges Potenzial für große Filme, das momentan aber nicht genutzt oder anderen Ländern überlassen wird, wie etwa bei Adaptionen von Grimms Märchen („Snow White“).

Was fehlt, ist der Mut, die vorhandenen Ideen umzusetzen und der breiten Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Die Genrenale ist ein guter Schritt, um den Genrefilm wieder mehr ins Bewusstsein der Menschen zu rücken – es versteht sich von selbst, dass Avid diese Arbeit gerne unterstützt!

“Deutschland bietet mit seiner Genre-Geschichte und seinem reichen Schatz an Märchen und Mythen ein einmaliges Potenzial für große Filme, das momentan aber nicht genutzt oder anderen Ländern überlassen wird.”

—Dirk Weinreich

Die Teilnehmer des Avid Genre Panels bei der Genrenale 2016, Copyright Genrenale

Als Avid Solutions Specialist für Graphic und Video Produkte in Zentral- und Osteuropa, sowie im mittleren Osten bin ich die meiste Zeit auf Reisen und beim Kunden vor Ort. Egal ob für die Bereiche On Air Graphics oder Videoproduktionen, es macht mir Spaß, für jeden Kunden die passende Avid Lösung zu finden.