Metadaten, Datenbanken, neue Technologien: Avid-Panel auf den Medientagen München

Von in NAB 2016

Ende Oktober fand sich im Rahmen der Medientage München die Crème de la Crème der deutschen Medienlandschaft zusammen. Avid hatte dabei zu einer Podiumsdiskussion mit dem Thema „Smart Media Asset Management: Verbesserte Marktchancen durch neue Technologien“ geladen. Das Podium war dabei mit Branchenexperten gespickt. Bertram Bittel (Direktor Technik und Produktion, SWR), Ernst Feiler (Technischer Leiter UFA Serial Drama), Charles Perry (Head of Media Management, Sky Deutschland), Waheed Zamani (Geschäftsführer D-Facto Motion) und Robert Zeithammel (Head of Key Accounts PLAZAMEDIA) komplettierten gemeinsam mit Joachim Bause, Regional Manager, Germany & Switzerland von Avid, die Expertenrunde.

Im Fokus des von Thomas Aigner, Geschäftsführer AignerMEDIA, moderierten Panels stand die Frage, wie man heute und in der Zukunft in einer zunehmend digitalen Medienwelt Inhalte schneller und effizienter verwerten und den Workflow sichern und optimieren kann – ein Thema, über das sich die Podiumsteilnehmer intensiv austauschten.

Einen wichtigen Teil des Panels nahm das Thema Metadaten und Datenbanken ein. PLAZAMEDIA ist eine führende Adresse, wenn es um Bewegtbilder aus dem Sport geht, und beliefert unter anderem Sky Deutschland mit Material aus unzähligen Spielen und Wettbewerben. Für Robert Zeithammel ist das Thema Metadaten im Sport aber erst am Anfang: „Im Sport hat man sehr früh die Wichtigkeit der Metadaten gesehen. Die Bewertung von Emotionen ist genauso gefragt, momentan aber noch sehr aufwändig. Die Frage ist: Welche Metadaten sind für das Genre wirklich relevant?“.

“Im Sport hat man sehr früh die Wichtigkeit der Metadaten gesehen. Die Bewertung von Emotionen ist genauso gefragt, momentan aber noch sehr aufwändig. Die Frage ist: Welche Metadaten sind für das Genre wirklich relevant?“

Das Genrethema beschäftigt auch Betram Bittel vom SWR. Er ist sich sicher, dass in absehbarer Zeit über Bilderkennungstechnologien Mimik, Gestik, Empathie und Gefühl einer Szene in einem Fiction-Format mit den Metadaten nahtlos verknüpft werden können. „Dann gibt man zum Beispiel nur noch ‚rote Schuhe‘ und ‚Zärtlichkeit‘ ein, und kann auf alle entsprechenden Szenen zugreifen.“

Ernst Feiler, technischer Leiter UFA Serial Drama, sieht in Standards nicht das Allheilmittel: „Wenn man versucht, Komplexität durch Standards zu reduzieren, merkt man stets, dass nur ein anderes Loch an einer anderen Stelle gebohrt wird. Letztlich jagt man dann nur Standards hinterher, die man nicht durchgesetzt bekommt, und das ist der Mühe nicht wert. Wir müssen einfach lernen, mit der Komplexität dieses Themas umzugehen. Die Automobilindustrie ist ein gutes Vorbild: Dort gibt es mit sogenannten Plattformmodellen in der Fertigung verschiedene Lösungsansätze für verschiedene Anforderungen.“

“Die Automobilindustrie ist ein gutes Vorbild: Dort gibt es mit sogenannten Plattformmodellen in der Fertigung verschiedene Lösungsansätze für verschiedene Anforderungen.“

Joachim Bause sieht Avid auf dem richtigen Weg: „Mit der MediaCentral Plattform haben wir den ersten Schritt in der Frage unternommen, wie man Produktion und Wertschöpfung völlig neu interpretieren kann. Avid sieht sich als das Betriebssystem der Branche, und jeder kann das draufladen, was er möchte.“

Waheed Zamani, Geschäftsführer des Posthauses D-Facto Motion, sieht der Entwicklung gelassen entgegen: „Datenbanken entwickeln sich rasant, es kommen immer neue Videoformate und auch die Originalformate entwickeln sich sehr schnell weiter. Früher hat es das sehr schwierig gemacht, aber Systeme wie Avid und zusätzliche Skripte helfen uns heute dabei, unsere Datenbanken zu befüllen und so an die Informationen zu kommen, die wir benötigen.“

“Systeme wie Avid und zusätzliche Skripte helfen uns heute dabei, unsere Datenbanken zu befüllen und so an die Informationen zu kommen, die wir benötigen.“

Bei Sky wird 2016 die Distribution der bestehenden Inhalte in den Fokus rücken, sagt Charles Perry: „Bei uns gewinnt das Content Sharing und die Frage, wie wir das, was wir bereits haben, optimal verwerten können, an Bedeutung. Die bessere Verteilung und der größere Austausch von Inhalten wird für uns in der nächsten Zeit ein Fokusthema sein.“

Das komplette Panel als Audiodatei kann hier heruntergeladen werden.

Als Marketing-Lead für Video und Broadcast in Zentral- und Osteuropa sowie der Türkei, habe ich das Vergnügen, jeden Tag mit sehr leidenschaftlichen Kunden arbeiten zu dürfen. Ziel dieser Kunden, von preisgekrönten Cuttern bis zu großen TV Sendern, ist es, die besten Inhalte für Nachrichten und Unterhaltung zu produzieren.