‚Mission: Impossible – Rogue Nation‘ mit Avid Pro Tools

Von in Filmproduktion, Pro Mixing

Der fünfte Teil von Mission: Impossible bietet alles, was man von dieser Serie an Action erwartet … und mehr. Im neuesten M:I-Thriller wird Hauptdarsteller Ethan Hunt vom „Syndikat“ gejagt, einer Organisation bestens ausgebildeter Attentäter. Gespielt wird Ethan Hunt wieder von Tom Cruise, während Christopher McQuarrie die Regie von M:I4-Regisseur Brad Bird übernommen hat.

Da Mission: Impossible – Rogue Nation fünf Monate vor dem ursprünglich geplanten Kinostart fertig gestellt werden musste, entschied sich das Audio-Post-Production-Team für die Kreativ-Tools von Avid Everywhere.

Der Filmstart war von Dezember auf Juli 2015 vorverlegt worden, doch für Supervising Sound Editor James Mather stellte der geänderte Termin kein Problem dar. „Unsere Arbeitsweise bei Mission: Impossible – Rogue Nation folgte im Wesentlichen dem, was Bild-Editor Eddie Hamilton vorgab. In den ersten sechs oder sieben Wochen wurden die Tracks vorbereitet und gemischt und die einzelnen Szenen im Großen und Ganzen fertiggestellt, so dass wir uns dann an das Fein-Tuning begeben konnten.“

Tom Cruise spielt Ethan Hunt in Mission: Impossible – Rogue Nation (Paramount Pictures / Skydance Productions)

„Wir begannen mit der Arbeit an ‚Mission: Impossible – Rogue Nation‘ am 23. Februar und lieferten den finalen [Dolby] Atmos-Mix am 17. Juli.“

—James Mather

„Chris und Eddie bearbeiteten den Film sehr schnell“, erzählt Re-recording Mixer Mike Prestwood Smith. „Glücklicherweise liefen die Previews extrem gut, so dass nicht allzu viele Szenen umgeschnitten werden mussten. Es wäre für uns sehr viel schwieriger geworden, wenn die ersten Previews nicht schon so gut angekommen wären.“

„Mit der Pro Tools | S6 hat sich definitiv einiges geändert. Man kann alles ganz direkt kontrollieren und wirklich komplette Filme mischen.“

—Mike Prestwood Smith

Mission: Impossible – Rogue Nation ist bereits der zweite Film, den Mike auf der Pro Tools | S6 gemischt hat, und rückblickend kann er sich kaum noch vorstellen, wie er jemals ohne diese Konsole ausgekommen ist. „Damit hat sich definitiv einiges geändert. Mit der S6 kann ich mehrere Systeme gleichzeitig über eine Konsole steuern. Aus der Perspektive eines Musik- und Dialog-Mixers betrachtet, zählt insbesondere, dass man alles ganz direkt kontrollieren und wirklich komplette Filme mischen kann.“ Ein weiterer Vorteil der S6 ist, dass man genau die benötigte Systemgröße zusammenstellen kann. In meinem Fall sind es 24 Fader, die optimale Anzahl beim Mischen von Film-Sound. Letztlich kommt natürlich alles auf den persönlichen Geschmack an. Man kann mit seinen Händen sowieso immer nur eine bestimmte Anzahl Fader gleichzeitig bedienen!“

„Wofür ich sonst Tage gebraucht hätte, konnte ich dank der Flexibilität der Pro Tools | S3 innerhalb weniger Stunden erledigen.“

—James Mather

Von links nach rechts: Kameramann Robert Elswit und Rebecca Ferguson bei den Dreharbeiten zu Mission: Impossible – Rogue Nation (Paramount Pictures / Skydance Productions)

Für James bot Mission: Impossible – Rogue Nation zum ersten Mal die Gelegenheit, mit der Pro Tools | S3-Konsole zu arbeiten. „Von den Sound-Editoren bekam ich die Mixdowns Ihrer Bus-Gruppen, und dann nahm ich diese Stems und mischte sie auf der S3 ab. Wofür ich sonst Tage gebraucht hätte, konnte ich dank der Flexibilität der S3 innerhalb weniger Stunden erledigen – und ich war nicht auf Maus und Tastatur beschränkt. Die Konsole funktionierte wunderbar und war ganz einfach zu bedienen.

Ein Action-Film mit einem derart komplexen Zeitplan lässt sich nur mit Pro Tools realisieren. Während der gesamten Post-Production-Phase, bis zum Print-Mastering vor Eintreffen der finalen VFX-Versionen, gab es immer wieder VFX-Updates und diverse Umschnitte. Daher musste wir während des Mischens stets auf alle Tracks zugreifen können, bis zur Erstellung des Print-Masters und sogar der M&E-Mischung.“

„Mischen war früher sehr reglementiert und festgelegt, nun ist es ein fließender, kooperativer und offener Kreativ-Prozess.“

—Mike Prestwood Smith

Die Zusammenarbeit mit Regisseur Christopher McQuarrie machte Mike ebenfalls viel Spaß. „Chris legt großen Wert auf Musik und Story. Wir alle wissen, dass es sich um einen Action-Film handelt, doch hinter vielen Action-Szenen stecken auch erzählerische Elemente. Damit sticht Mission: Impossible – Rogue Nation aus der Masse der Filme dieses Genres sicherlich heraus. Bei all der Action gibt es also viel Handlung, was Chris’ Fähigkeiten als Autor und Regisseur widerspiegelt.“

James ergänzt: „Jeder Filmemacher hat seinen eigenen Stil, und bei Mission: Impossible – Rogue Nation wollte Chris unbedingt ‚echten Sound‘ haben. Künstliche oder durch zusätzliche Elemente verstärkte Toneffekte mag er nicht. Für uns bestand die Herausforderung darin, Intensität und Power mit natürlichen Klängen umzusetzen und die Effekte nicht zu überstilisieren.“

Tom Cruise bei einem Flugzeug-Stunt für Mission: Impossible – Rogue Nation (Paramount Pictures / Skydance Productions)

„Dank Avids Kreativ-Workflows mit umfassenden Kooperationsmöglichkeiten können Filmemacher ihren Produktionen immer mehr Details verleihen und in kürzerer Zeit viel mehr schaffen.“

—Mike Prestwood Smith

James erlernte sein Handwerk in einer kleinen, unabhängigen Editing-Firma in Bristol. Von dort aus startete er als Assistant Film Editor durch und arbeitete an diversen Serien und Independent-Filmen. „Schließlich landete ich in Australien, wo ich an Mad Max – Jenseits der Donnerkuppel beteiligt war. Dies bot mir erste Einblicke in den Sound wirklich großer Kinofilme. Nachdem ich – von Filmton begeistert – aus Australien zurückgekehrt war, entschied ich, dass mein weiterer Weg in diese Richtung führen sollte.“

Mike ist überzeugt, dass ‚Musikinstinkt‘ für einen guten Tonmischer unerlässlich ist. „Das Mischen von Spielfilmen ist in vielerlei Hinsicht mit dem Mischen von Musikalben vergleichbar, die Erfordernisse sind sehr ähnlich. Als Teenager, bis ich ungefähr Anfang zwanzig war, arbeitete ich mit vielen Bands und mischte ihre Musik. Später beschäftigte ich mich mit Sampling und Sounddesign, was letztlich zu meinem Beruf als Audio-Mixer führte. Ich begann mit dem Mischen von TV-Shows, Dokumentarfilmen und Serien bis ich schließlich bei Spielfilmen angelangt war. Mein erster großer Durchbruch war Billy Elliot, im Jahr 2000.“

Von links nach rechts: Regisseur Christopher McQuarrie, Tom Cruise und Rebecca Ferguson am Set von Mission: Impossible – Rogue Nation (Paramount Pictures / Skydance Productions)

„Jede Form der Kommunikation braucht eine Sprache, und die universelle Audio-Post-Sprache, die alle beherrschen sollten, ist für mich Pro Tools.”

—James Mather

Mike zufolge hat Avid die Audiobranche im Laufe der letzten zehn Jahre grundlegend verändert. „Dank Avids Kreativ-Workflows mit umfassenden Kooperationsmöglichkeiten können Filmemacher ihren Produktionen immer mehr Details verleihen und in kürzerer Zeit viel mehr schaffen.“ Dieser neue Ansatz ermöglicht uns eine Arbeitsweise ohne Kompromisse. Filmmusik befindet sich im Verlauf einer Produktion in stetigem Wandel, der Mix entwickelt sich. Daran lassen sich die anderen Tonelemente nun ganz einfach und auf sehr ‚organische‘ Weise anpassen. Filmemacher können sich bis zur letzten Minute alle Optionen offen halten.“

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I'm Social Media Manager for Avid and editor-in-chief of Avid Blogs. You can find me on Twitter at @editorbelga.