1

Avid Livesound- und Studio- systeme auf der Prolight + Sound 2017 in Frankfurt

Avid ist auf der Prolight + Sound vom 4. – 7. April in Frankfurt in der Halle 3.1 am Stand G85 vertreten Dort gibt es die aktuellen Livesound- und Studio Solutions zu erleben: VENUE | S6LVENUE | S3L-X, und Pro Tools | S6 Systeme und natürlich das neue HiEnd Pro Tools | MTRX Interface.

 

VENUE | S6L—Das nächste Level in Sachen Livesound 

Avid VENUE | S6L ist ein modulares Live Sound System mit einzigartiger Processing Power und über 300 Kanälen. Durch die neue zukunftsorientierte Engine liefert es atemberaubende Performance und Zuverlässigkeit, gepaart mit wegweisender Ergonomie, Touchscreen Workflows und komfortabler Skalierbarkeit, die ihresgleichen sucht.

Avid demonstriert dort auch die  VENUE 5.4 Software. Damit werden selbst die anspruchvollsten Workflows für Theater- und Showproduktionen auf einzigartige Weise abgebildet. Außerdem gibt es einen Technology Preview zur Connectivity der S6L mit einer Reihe von 3rd Party Ethernet AVB Solutions von Herstellern wie L-Acoustics, MOTU und anderen.

Nehmen Sie sich Zeit für einen Besuch und eine ausführliche Vorführung und erleben Sie warum Tourneen, Installationen und führende Sound Companies auf das neue VENUE System vertrauen.

Sean 'Sully' Sullivan mischt die Red Hot Chili Peppers mit VENUE | S6L

Pro Tools | S6 und MTRX—Mixing neu definiert

Von Anfang an sorgte die Pro Tools | S6 Konsole für eine einzigartige Pro Tools Integration mit den intuitivsten und umfangreichsten Mixing Workflows auf dem Markt. Zahlreiche Toningenieure, Studios und Post-Produktionsstudios setzen jeden Tag neu auf Pro Tools | S6 um ihren Kunden immer die besten Mixe garantieren zu können.

Wir freuen uns besonders auch das neuen Pro Tools | MTRX Interface zur Prolight + Sound dabei zu haben. Ein Interface, das den reinen Sound und gleichzeitig umfangreiche Monitor- und Routingoptionen bietet.

Besuchen Sie uns und erleben Sie Pro Tools | S6, Pro Tools | MTRX und Pro Tools | HDX.

Livesound Engineers zu Gast

Wir freuen uns besonders in diesem Jahr namhafte Livesound Engineers am Stand zu Gast zu haben. Sie zeigen dort Beispiele ihrer Arbeit und geben Tipps und Tricks mit den Avid Systemen:

Chris Madden

(FOH: Pink, Sade, Jesse J)

Chris Madden ist ein erfahrener Mixer, der mit den größten Stars zusammenarbeitet. Gerade war Chris mit einer VENUE | S6L unterwegs, um Anastacia’s ‚Ultimate Collection‘ Tour zu mischen.

Udo Böckmann

(FOH: Deichkind)

Udo betreut mit der S6L Deichkind, einen der größten deutschen Hip-Hop/Electro Acts.

Sie sehen, sie sollten dieses Jahr die Prolight + Sound nicht verpassen. Sie haben hier die einzigartige Gelegenheit selber an Avids Konsolen ihre Mixing Skills auszuprobieren und alle Ihre Fragen beantwortet zu bekommen. Also, wir sehen uns am Stand G85 in Halle 3.1.

Bis dann!

VENUE | S6L jetzt verfügbar

Die neue Klangdimension für Livesound ist eingetroffen – mit dem preisgekrönten VENUE | S6L System haben Sie die komplexesten Produktionen immer im Griff.

MEHR  ERFAHREN




Blick unter die Haube – Der Ethernet AVB-Netzwerk-Backbone der VENUE | S6L

VENUE | S6L ist ein modulares, skalierbares Live-Sound-System, das den jeweiligen Anforderungen entsprechend frei konfiguriert werden kann. Die zentrale Technologie, die diese Modularität ermöglicht, ist Ethernet AVB (bekannt auch unter der Bezeichnung AVB/TSN) – die Netzwerkarchitektur, über die die diversen Systemkomponenten miteinander verbunden sind. In diesem Blogpost werden wir uns Ethernet AVB näher ansehen, und Sie werden erfahren, warum Avid genau diese Technologie für den Netzwerk-Backbone des S6L-Systems ausgewählt hat. Außerdem wird es um einige einzigartige Innovationen gehen, die entscheidend zur hervorragenden System-Performance beitragen.

Was ist Ethernet AVB? Audio Video Bridging (AVB) ist die Bezeichnung für eine Reihe technischer Standards, herausgegeben vom Institute of Electrical and Electronics Engineers (IEEE), des weltweit größten Verbandes professioneller Elektrotechnik- und Elektronik-Ingenieure, der zugleich eine der führenden normengebenden Organisationen ist. Zu den bekanntesten Netzwerknormen des Instituts zählen der Ethernet-Standard IEEE 802.3 und der Drahtlos-Netzwerk-Standard IEEE 802.11.

Die Arbeitsgruppe „Audio Video Bridging“ des IEEE 802.1-Normenausschusses ist für die Spezifikationen verantwortlich, die zeitsynchronisierte Streaming-Dienste mit geringer Latenz über IEEE 802-Netzwerke ermöglichen. Darüber hinaus hat die Gruppe diverse Erweiterungen für eine zuverlässige, synchronisierte Audio/Video-Übertragung mit geringer Latenz und ohne komplexe Netzwerkanforderungen herausgegeben.

Natürlich ist die Entwicklung von Ethernet AVB noch lange nicht abgeschlossen. So verabschiedete das IEEE unter der Bezeichnung „Time Sensitive Networking (TSN)“ erst kürzlich einige auf den AVB-Spezifikationen aufbauende Erweiterungen für zusätzliche Einsatzbereiche, Funktionen und Anwendungen des AVB-Standards. Hierzu zählen unter anderem nahtlose Redundanz und Priorisierung von Datenströmen mit besonders geringer Latenz für systemkritische Funktionen.

Dies alles begleitet die AVnu Alliance, deren Mitglied auch Avid ist, indem sie spezifiziert, was von den AVB/TSN-Standards für neue, marktübergreifende Anwendungen benötigt wird, damit sich die Entwicklung von Ethernet AVB-Produkten für Ingenieure und Hersteller möglichst unkompliziert gestaltet. Um Interoperabilität zwischen den verschiedenen AVB-Geräten zu gewährleisten, formuliert die AVnu Alliance Gerätezertifizierungen für die Automobilbranche sowie für Audio- und Videoprodukte für den Consumer- und den professionellen Markt und ist aktiv an der Förderung und Verbreitung von Ethernet AVB in den verschiedenen Märkten beteiligt.

Das Stage 64 I/O-Rack bietet sowohl etherCON- (Kupfer) als auch SFP- (Glasfaser)-Anschlüsse, mit Unterstützung für Multimode- und Singlemode-SFP-Transceiver

Vorteile von Ethernet AVB für Audio- und Videoprodukte:

  • Präzises Timing zur Unterstützung von Media-Clocks mit geringem Jitter und die akkurate Synchronisation multipler A/V-Streams
  • Zuverlässige Übertragung zeitkritischer Datenpakete durch Latenzbegrenzung
  • Maximale Zuverlässigkeit – einschließlich redundanter Master-Clock und redundanter Datenströme
  • Branchenweit bewährte Praktiken für sicheren Zugang und sichere Transaktionen
  • Keine oder geringe Anforderungen an die Netzwerkkonfiguration – hoch zuverlässige A/V-Netzwerke für alle nur denkbaren Einsatzbereiche
  • Hohe Marktattraktivität und Akzeptanz durch führende Unternehmen der Branche

 Im Folgenden sollen einige Vorteile näher betrachtet werden …

Rückseite der S6L-24D-Konsole – Ethernet-AVB-Schnittstellen im mittleren Bereich

Latenzbegrenzung und Bandbreitenreservierung für zuverlässige Verbindungen

Beim bisherigen Ethernet lässt sich der Datenverkehrsfluss nicht genau bestimmen, und die Übertragung anderer Daten kann das Streaming verzögern. Aufgrund dieser Unwägbarkeiten werden die Puffer-Zeiten von Empfängern in älteren Systemen in der Regel sehr hoch eingestellt, um einen Puffer-Unterlauf zu verhindern. Eines der wichtigsten Features eines Ethernet-AVB-Netzwerks ist, dass reservierte Datenströme mit geringer, begrenzter Latenz durchgeleitet werden, so dass nicht allein das Eintreffen zeitkritischer Streams gewährleistet ist, sondern auch das rechtzeitige Eintreffen.

Aus diesem Grund formulierte das IEEE das sogenannte Stream Reservation Protocol (SRP) als Teil der AVB-Spezifikation, da die einfachen Übertragungsverfahren bestehender Reservierungsprotokolle nicht für die Anforderungen anspruchsvoller Anwendungen, wie professioneller A/V-Anwendungen, ausreichten. Um eine Überlastung des Netzwerks und daraus resultierende Paketverluste und Verzögerungen zu verhindern, wird via SRP ein Netzwerkpfad mit der benötigten Bandbreite konfiguriert, mit automatischer Einrichtung der zugehörigen Hardware-Queues (Warteschlangen), Paketweiterleitung und VLAN-Konfiguration.

Durch Steuerung der Queues und des Datenflusses – im Prinzip nichts anderes als die Abstimmung der Übertragungszeiten zur Verhinderung eines „Frame-Staus“ – kann ein Ethernet-AVB-System Daten mit geringstmöglichen Latenzen auch bei hohem Datendurchsatz verlustlos übertragen. Deshalb erfordern AVB-Endstations (z.B. Live-Mischkonsolen) keine großen Puffer, um Überlastungsproblemen und damit einhergehenden Paketverlusten und Übertragungsverzögerungen zu begegnen.

Die Netzwerkarchitektur erlaubt die Einbindung mehrerer Stage 64 I/O-Racks – für eine größere Flexibilität dank verschiedener, optionaler Input- und Output-Karten

Absolutes Timing gewährleistet Synchronisation aller angeschlossenen Geräte

Ein großer Vorteil von Ethernet AVB ist die Synchronisation vernetzter Geräte, realisiert über gPTP („generalized Precision Time Protocol“). Der gPTP-Standard (IEEE 802.1AS) wurde von der AVB-Arbeitsgruppe entwickelt und zeichnet sich durch eine gemeinsame Zeitreferenz aus, wie sie für professionelle Audio- und Video-Taktung und zeitkritische Streams wie industrielle Roboter-Steuerungen erforderlich ist (+/- 500 ns bei allen gPTP-Knoten).

Eine derartige Synchronisierung ist die Grundlage für gPTP-basierte Protokolle (wie AVTP), über die letztlich die Media-Clocks der „Talker“ (Sender) und „Listener“ (Empfänger) synchronisiert werden – in kompromisslos professioneller Qualität. Und weil die Timing-Informationen an alle Knoten (Endpoints und Switches) verteilt werden, ist das Clocking in Ethernet-AVB-Systemen sehr belastbar, inklusive Funktionen für den automatischen Wechsel auf eine zweite Master-Clock, falls der erste Taktgeber einmal ausfällt.

VENUE | S3L: Avids erstes Live-System mit Ethernet-AVB-Architektur

Ethernet-AVB für VENUE | S6L

In der ersten Entwicklungsphase betrachtete unsere S6L-Produktgruppe alle verfügbaren – offenen und proprietären – Verbindungsprotokolle, um zu ermitteln, welche am besten zu den Ansprüchen des Unternehmens an einen umfassenden, übergeordneten Netzwerk-Backbone für alle Avid-Produkte, auch zukünftige, passen würde. Nach Bewertung der Vor- und Nachteile der einzelnen Konzepte entschied sich das Team für Ethernet AVB. Dies war aus folgenden Gründen die ideale Lösung:

  • Ausreichend Kapazitäten selbst für die anspruchsvollsten Audio- und Videolösungen
  • Geringe Latenz – entscheidend für professionelle A/V-Einsätze
  • Playout vollständig deterministisch
  • Basiert auf offenen (nicht-proprietären) Industrienormen
  • Frei implementierbar, für jedes Produkt geeignet

Darüber hinaus ermöglicht es Ethernet AVB, Produkte rund um ein einziges, unternehmensweites Netzwerk-Ökosystem zu entwickeln – von Highend-Lösungen für den professionellen Einsatz, wie S6L, über die unterschiedlichsten Audio- und Video-Produktlinien bis hin zu unseren Einsteigerprodukten. Außerdem wird Ethernet AVB von jedem aktuellen Mac nativ unterstützt, so dass unsere Kunden über eine kostenlose Recording-Lösung verfügen, die keiner zusätzlichen Hardware oder Lizenzen bedarf.

VENUE | S6L bietet 64 Pro Tools-Tracks (Aufzeichnung und Wiedergabe) via Ethernet AVB

Die Tatsache, dass Ethernet AVB auf nicht-proprietären Industrienormen basiert, bietet zudem eine hohe Zukunftssicherheit, unabhängig von der finanziellen Situation eines Unternehmens oder Fertigungs- und anderen Problemen. Bei Betrachtung all der unterschiedlichen Protokolle, die wir in der Audiobranche bereits kommen und gehen sehen haben, wird klar, dass langfristig nur offene Standards wie MIDI, MADI und AES/EBU Bestand hatten.

Das soll nicht heißen, dass alle proprietären Protokolle zum Scheitern verurteilt sind, doch die Vergangenheit hat gezeigt, dass schon viele Protokolle auf der Strecke geblieben sind. Betrachtet man vor diesem Hintergrund nun Ethernet AVB, das auch in Branchen außerhalb der Pro-Audio-Welt – einschließlich der Automobilindustrie und anderer industrieller Einsatzbereiche – eine hohe Akzeptanz findet. Dies beweist auch der Zuspruch seitens großer Unternehmen wie Cisco, Intel, BMW, GE, General Motors und anderer, die zahlreiche Produkte rund um den AVB-Standard entwickeln, und es zeigt, wie viel Impulskraft dieses außerordentlich zukunftsfähige Protokoll besitzt.

Rückseite der VENUE | E6L-Engine – erweiterbar durch zusätzliche AVB-192 Ethernet-AVB-Netzwerkkarten

Unsere Geheimwaffe: Die AVB-192 Ethernet-AVB-Netzwerkkarte

Über die offensichtlichen Vorteile von Ethernet AVB hinaus haben unsere Ingenieure die Performance des VENUE | S6L-Systems weiter optimiert, indem sie die AVB-192 Ethernet AVB Card entwickelt haben, die Bestandteil aller drei Systemkomponenten – der S6L-Konsole, der E6L-Engine und des Stage 64 I/O-Racks – ist. In der Konsole und im Stage 64-Rack ist intern eine einzelne AVB-192-Karte verbaut, die zwei unabhängige Gigabit Ethernet-Ports bereitstellt: Kupfer und Glasfaser (via SFP).

Die E6L-Engine wird standardmäßig zwar auch mit einer AVB-192-Karte ausgeliefert. Demnächst wird es jedoch möglich sein, bis zu drei AVB-192-Karten zu integrieren, so dass eine höhere Anzahl an Ein- und Ausgängen genutzt werden kann. Jede AVB-192-Karte ermöglicht den Betrieb hunderter Kanäle, derzeit mit 96 kHz, und wird in Zukunft auch Abtastraten von 192 kHz unterstützen.

Diese AVB-192-Karten dienen dem System einerseits als Ethernet-AVB-Schnittstellen für die verschiedenen Systemkomponenten und stellen zusätzlich je einen integrierten 7-Port-Switch bereit. Dies vereinfacht nicht nur das Verkoppeln verschiedener Module, sondern ermöglicht auch redundante Loops zwischen den Systemkomponenten – für eine noch höhere Zuverlässigkeit mit nahtlosem, sample-genauem Switching ohne Ausfälle (beispielsweise bei Kabeldefekten).

Weitere Anschlussoptionen des S6L-Systems neben Ethernet AVB

Die in die AVB-192-Karten integrierten Switches erlauben zudem das Bridging mehrerer AVB-Domänen in der E6L-Engine. So lassen sich Features realisieren wie die hohe Anzahl von Kanälen, die das System zur Verfügung stellt, oder die Integration mehrerer Stage 64 I/O-Racks, eines lokalen I/O-Bereichs für die Konsole und externer Pro Tools-Workstations für Aufnahme und Wiedergabe (mit Unterstützung für Kabellängen bis zu 100 m über Cat5e-Kabel und bis zu 500 m oder mehr via Glasfaser).

Last but not least konnte das S6L-Entwicklungsteam ungeachtet der empfohlenen AVB-Latenz von ungefähr 2 ms Netzwerk-Latenzwerte von unter 1 ms (in beide Richtungen) herausholen. Schickt man ein Signal einmal durch das komplette Setup, einschließlich Wandlern, beträgt die Latenz nicht einmal 3 ms.

Und obwohl Ethernet AVB als Backbone für das VENUE | S6L-System dient, legt es die Anschlussoptionen zur Anbindung an „den Rest der Welt“ in keiner Weise fest. Daher wird Avid für S6L über Ethernet AVB hinaus ein umfassendes Angebot anderer Anschluss-Optionen bereitstellen, so dass das System in jede bestehende Umgebung eingebunden werden kann. Ein Beispiel ist die bereits angekündigte Dante-Karte für S6L, die gerade von Audinate entwickelt wird. Andere Karten sind in Planung, darunter auch Erweiterungsoptionen für MADI und Thunderbolt.

Wir hoffen, dass Ihnen dieser Artikel ein etwas besseres Verständnis für das Konzept Ethernet AVB vermittelt hat – und für die Gründe, warum sich Avid für diesen leistungsfähigen, offenen Standard als Netzwerk-Backbone der neuen S6L-Konsole entschieden hat. Wie Sie sehen, bieten die Möglichkeiten der AVB-192 Ethernet AVB-Karte für dieses bahnbrechende Live-System große Vorteile für die unterschiedlichsten Veranstaltungen – insbesondere dann, wenn es um wirklich anspruchsvolle Produktionen geht.

VENUE | S6L

VENUE | S6L jetzt verfügbar

The Next Stage in Live-Sound: Mit dem preisgekrönten VENUE | S6L-System meistern Sie auch die anspruchsvollsten Produktionen. MEHR INFOS




So baut man einen erstklassigen Live-Preamp – Blick unter die Haube der VENUE | S6L

VENUE | S6L ist viel mehr als einfach nur Avids neuestes Live-Mischpult. Es ist eine ganz neue Plattform für Live-Produktionen – und zugleich Avids bislang größtes Live-Sound-Projekt. Das S6L-System basiert zwar ebenfalls auf der erfolgreichen VENUE-Software und den entsprechenden Workflows, die Hardware wurde jedoch von Grund auf neu entwickelt.

Im Fokus der Avid-Ingenieure standen dabei insbesondere zwei Aspekte: Zum einen sollte das System sowohl beim Mischen als auch bei der Aufnahme die höchstmöglichen Sampleraten unterstützen, zum anderen galt es, die Signalkette – von den Eingängen bis zu den Ausgängen – weiter zu verbessern, um eine optimale Klangqualität zu gewährleisten.

VENUE-Systeme werden in der Veranstaltungsbranche dank ihres exzellenten Klangs seit mehr als 10 Jahren hoch geschätzt. Ihr verfärbungsfreies Wiedergabeverhalten ist auch die ideale Grundlage für die zahlreich angebotenen Onboard-Plug-Ins, mit denen Tonleute ihre Mischungen heute bearbeiten und bereichern können. So stellte das S6L-Projekt unsere Ingenieure vor die Herausforderung, die Audioqualität der VENUE-Umgebung durch Einsatz neuester Technologien und Komponenten noch einmal zu optimieren und zugleich die bekannt hohe klangliche Flexibilität zu erhalten.

“Bei der Entwicklung der VENUE-Konsolen ist das erklärte Ziel ‚Transparenz‘. Vor VENUE bewegte ich mich 25 Jahre lang ausschließlich in der analogen Welt, in der die einzelnen Komponenten die Strukturen für meine Arbeit vorgaben. Als ich auf VENUE umstieg, konnte ich endlich das umsetzen, wovon ich immer geträumt hatte, neue Wege ausloten, um ganz bestimmte Sounds zu schaffen – und nie stand mir die Konsole dabei im Weg … Ich war so frei, das war einfach unglaublich!

– Greg Price, FOH Engineer bei Ozzy Osbourne, Black Sabbath, Van Halen

Ein zentrales Element war die Entwicklung eines neuen Preamp-Typs für das S6L-System. Mit einer kompromisslosen Performance, höchster Klangtreue und Unterstützung für Abtastraten bis 192 kHz. Avids Philosophie ist es, bei der Audiowiedergabe maximale Präzision zu gewährleisten, damit Toningenieure so flexibel wie möglich arbeiten können – mit größtmöglicher klanglicher Vielfalt.

Wenn nun ein Preamp den Ton stark prägt, lässt sich diese klangliche Färbung nicht wieder aus dem Signal entfernen. Man muss mit dem charakteristischen Sound des Preamps leben, ungeachtet dessen, was man noch vorhat. Bei manchen Produktionen mag der typische Preamp-Klang durchaus passen, doch immer wird er nicht ideal sein. Und da Live-Tonleute in der Regel mit verschiedenen Künstlern und musikalischen Stilrichtungen arbeiten, sollten sie ihren Mix ganz flexibel gestalten können und nicht durch die Technik festgelegt sein.

“Stil und Konzeption moderner Preamps für digitale Mischkonsolen erfordern von uns Toningenieuren und Technikern ein gewisses Umdenken“

— Robert Scovill

Robert Scovill, preisgekrönter Live-Tonmann und erfahrener Spezialist für Live-Sound-Produkte bei Avid, erklärt: „Stil und Konzeption moderner Preamps für digitale Mischkonsolen erfordern von uns Toningenieuren und Technikern ein gewisses Umdenken. Dies wiederum führt zu veränderten Erwartungen, was wir an diesem Punkt der Signalkette erreichen möchten. Bei ‚One-Trick Pony‘-Preamp-Konzepten, die ihren ganz typischen Klang mitbringen, muss man sehr auf die akustischen Eigenschaften achten, wenn man den Sounds der unterschiedlichen Signalquellen wirklich gerecht werden will. Für die Studioarbeit ist das kein Problem, denn dort hat man meist genug Zeit, die Auswahl der Preamps optimal auf die einzelnen Klangquellen und Songs abzustimmen. Bei Live-Veranstaltungen allerdings ist das praktisch nicht realisierbar. Genau deshalb bin ich von unserem Ansatz so überzeugt, extrem hochwertige, akkurate Preamps zu verwenden, die einen sehr transparenten Sound ermöglichen – noch vor der digitalen Wandlerstufe. Ist das Signal dann in die digitale Ebene überführt, lassen sich Charakter und Klangfarbe nach Belieben verändern, auf Wunsch sogar für jeden Song oder Sound separat. Das ist für die kreative Arbeit einfach unschlagbar.“

Robert am FOH bei Tom Petty & the Heartbreakers

Wenn ich das passende Mikro auswähle und es korrekt positioniere, entspricht der VENUE-Klang sehr genau dem, was auf der Bühne zu hören ist, und darauf kommt es an. Anschließend kann ich mein Signal nach Belieben bearbeiten, zum Beispiel mehr Wärme oder Grunge hinzufügen, ohne dass mich die Klangfarbe des Preamps einschränkt

– Chris Madden, FOH Engineer bei Pink, Sade, Jessie J.

Chris als FOH Engineer bei Sade

Bei der Entwicklung eines neuen Vorverstärker-Schaltkreises kommen künstlerische und wissenschaftliche Aspekte zusammen. Am Anfang stand vor allem das Ziel, dass der Klang so sauber wie möglich sein sollte, mit einem hohen Dynamikumfang, geringen Verzerrungen, einem hervorragenden Rauschabstand und Unterstützung für Sampleraten bis 192 kHz – und das bei kürzestmöglicher Signallaufzeit. Um dies zu erreichen, beschloss das Entwicklungsteam bereits zu einem sehr frühen Zeitpunkt, für die Gain-Steuerung der Mic-Preamps einen Mikrocontroller einzusetzen, der eine herausragende Performance gewährleistet. Nach umfangreichen Recherchen entschied sich das Team für den digitalen Gain-Controller 5173 aus dem Hause THAT Corporation. THAT Corporation ist eine Audiotechnik-Firma, die sich auf die Herstellung hochwertiger analoger Komponenten für professionelle Audioanwendungen spezialisiert hat. Zu den Kunden der THAT Corporation zählen unter anderem so bekannte Namen wie Apogee, Benchmark und Great River.

Der 5173 ist ein sehr robuster digitaler Gain-Controller (IC), der mit relativ hohen Spannungen arbeitet, so dass er eher Fehler verzeiht und weniger aufwendige Schaltungen erfordert, die wiederum die Audio-Performance beeinträchtigen können. Einer der Vorteile des 5173 in Kombination mit der speziellen Avid-Hardware ist der, dass der 5173 auf Gain-Änderungen angenehm planbar reagiert und auf diese Weise geringstmögliche Schaltgeräusche verursacht und zugleich eine gleichmäßige Gain-Anpassung in 1-dB-Schritten ermöglicht. Ungeachtet dieser überzeugenden technischen Performance arbeitet der 5173 im Vergleich zu vielen anderen IC-Lösungen sehr stromsparend – ein großer Vorteil angesichts der bis zu 64 Eingänge eines S6L Stage 64 I/O-Racks, das das Vorgänger-Modell mit maximal 48 Eingängen pro Stagerack noch einmal übertrifft.

Darüber hinaus passt der digitale Gain-Controller 5173 optimal zu THATs rauscharmem, differentiell arbeitendem Audio-Preamp-IC 1580. Im Vergleich zu anderen Lösungen, die alles in einem IC unterbringen, sind die Controller- und Preamp-Komponenten der THAT Corporation als separate ICs ausgeführt. Dies bietet Unternehmen wie Avid zum einen eine größere Flexibilität, die einzelnen Bauteile auf technische Konzepte abzustimmen. Vor allem aber ermöglicht es optimale Bedingungen bei der IC-Produktion, da der digitale Gain-Controller in einem Hochvolt-CMOS-Prozess gefertigt wird. Zusammen mit dem analogen Preamp 1580, der von Anfang an in BiCMOS-Technik konzipiert wurde, ergibt sich nicht nur ein besseres Rauschverhalten, sondern auch eine höhere Leistung. So wird das Beste aus beiden Welten genutzt – ein einzigartiger Ansatz im anspruchsvollen Pro-Audio-Segment. Während Produkte anderer Anbieter mit einer begrenzten Eingangsspannung arbeiten, bieten die Preamps des S6L-Systems einen Gain-Bereich von 10 – 60 dB und sind für eine Eingangsimpedanz von 4 kOhm optimiert, ob die Pad-Schaltung (Eingangs-Vordämpfung) nun aktiviert ist oder nicht. So kann ein eingehendes Mikrofonsignal ohne Beeinträchtigung der Qualität passiv gesplittet und auf mehrere Konsolen geroutet werden.

THAT 1580 low-noise differential preamplifier IC

Doch das Entwicklungsteam ging noch weiter und ließ in die Optimierung des S6L-Preamp-Konzepts seine gesamte Erfahrung einfließen. Das Resultat ist ein ausgesprochen durchdachtes Design mit Dünnschichtwiderständen zur Verringerung des sogenannten Johnson-Rauschens (thermisches Widerstandsrauschen, letztlich auch Ursache für höhere Verzerrungen) sowie erstklassigen Netzteilen, die die analogen Schaltungen mit Strom versorgen und sich durch eine außerordentlich gute Performance auszeichnen.

Und was bedeutet das nun für die Praxis? Die technischen Ziele, die sich das Entwicklungsteam gesetzt hatte, wurden deutlich übertroffen, selbst bei 192 kHz. Am besten aber brachte es wohl FOH Engineer Greg Price auf den Punkt, als das Team das S6L-System kürzlich zum Soundcheck für ein Van Halen-Konzert mitbrachte und Price die Preamps zum ersten Mal hörte:

“Diese Eingangskanäle klingen so, wie ich es mir immer gewünscht habe!”

VENUE | S6L

VENUE | S6L jetzt erhältlich

Mit dem preisgekrönten VENUE | S6L-System meistern Sie auch die aufwändigsten Produktionen mit Leichtigkeit.

MEHR INFOS




Blick unter die Haube —die beeindruckende Power der VENUE | E6L Engine

Seit der Präsentation auf der NAB und der Prolight + Sound 2015 hat Avids Live-Sound-System VENUE | S6L eine Menge Aufmerksamkeit auf sich gezogen. Im Zentrum der neuen Live-Umgebung steht die revolutionäre E6L-Engine mit einem brandneuen Konzept, das für eine herausragende Performance und einzigartige Verarbeitungsleistung sorgt. In diesem Blogpost möchten wir Ihnen einen Blick unter die „Haube“ ermöglichen und zeigen, was die innovative Engine so besonders macht und warum sich das Mischen und Aufzeichnen von Live-Veranstaltungen mit diesem System so deutlich von der Arbeit mit anderen Konsolen unterscheidet.

VENUE | E6L

VENUE | E6L Engine

Die Anfänge …

Als sich das S6L-Entwicklungsteam zum ersten Mal traf, um sich Gedanken über eine Engine für das neue S6L-System zu machen, war klar, dass eine Plattform gebraucht wurde, die im Laufe der Zeit ausgebaut und weiterentwickelt werden konnte. Eine Lösung, die auch zukünftigen Anforderungen gerecht werden und nicht nur einige, wenige Jahre genügen würde. Das Team stellte sich eine Engine mit einem ausgewogenen Verhältnis aus System-Performance, Skalierbarkeit und Kosten vor, die Tonleuten mehr als reichlich Leistung für jeden nur denkbaren Einsatz und einen soliden Gegenwert für ihre Investitionen bieten sollte.

Um diese Ziele zu erreichen, beschloss das Team bereits zu einem frühen Zeitpunkt, auf zwei parallele Technologien zu setzen: eine leistungsstarke Echtzeit-Processing-Engine nach neuestem Stand der Technik, über die alle Routing-, Kanal- und Mix-Funktionen mit höchster Stabilität abgewickelt würden, und eine HDX-DSP-Engine speziell für die systeminterne AAX-Plug-In-Verarbeitung.

Need for Speed: Das RTX-Echtzeit-Betriebssystem

Nach der Evaluierung verschiedener Optionen für die Processing-Engine entschied sich das Entwicklungsteam für das RTX-Echtzeit-Betriebssystem (Real-Time Operating System, RTOS) von IntervalZero, das auf Intel-Prozessoren basiert. Dieses System sollte die grundlegenden Mixer-Funktionen der S6L-Konsole verarbeiten. Das Team war sich sicher, dass es schlicht unmöglich sein würde, die hohen Ansprüche an Prozessorleistung und Kanalanzahl mit Standard-DSPs – oder sogar FPGAs – zu realisieren. Diese Ansätze wären nicht nur zu kostenintensiv gewesen, sondern hätten auch in Hinblick auf eine spätere Skalierung der Engine eine echte Herausforderung dargestellt.

Mit einer Intel-basierten Architektur hingegen profitiert die Engine von neuesten Trends der kommerziellen Prozessorentwicklung, die hinsichtlich Rechengeschwindigkeit, Performance und Leistungsdaten viel kürzere Entwicklungszyklen aufweist als DSP- oder FPGA-Lösungen. Eine solche Architektur bietet die bestmögliche Performance und nutzt zugleich den Vorteil, dass weltweit führende Prozessorhersteller laufend in topaktuelle Technologien investieren. Auf diese Weise gewährleistet die E6L-Engine ein Höchstmaß an Zukunftssicherheit, was vor dem Hintergrund der stetig im Wandel begriffenen Technik ein unverzichtbarer Aspekt ist. Auch die Skalierbarkeit stellt kein Problem dar, so dass Sie unter zwei verschiedenen Engine-Varianten, E6L-144 und E6L-192, auswählen und die ideale Konfiguration für Ihre Anforderungen zusammenstellen können – mit Raum zum Wachsen.

Das RTX-RTOS ist eine bewährte Plattform, die in zahlreichen systemkritischen Branchen wie Luftfahrt, Militär, Industrieautomation oder Medizin zum Einsatz kommt. Mit diesem Betriebssystem kann Avid auf die langjährige Erfahrung und die hohen Standards des Herstellers IntervalZero zurückgreifen und musste keine komplett neue Linux-Umgebung mit all ihren Unwägbarkeiten entwickeln. Das RTX-System zeichnet sich nicht nur durch eine herausragende Kontrollierbarkeit, Zuverlässigkeit und Stabilität aus, sondern auch durch eine hohe Routing-Flexibilität für den Anschluss der unterschiedlichsten Zu- und Ausspielgeräte, einschließlich der parallel zur E6L arbeitenden HDX-Plug-In-Engine oder Pro Tools für Aufnahme und Wiedergabe sowie diverser Netzwerk- und I/O-Formate, externen Prozessoren und Waves SoundGrid Servern.

Das Kompressor/Limiter-Plug-In Avid Smack! – eines der zahlreichen AAX-DSP-Plug-Ins, die von der E6L-HDX-Engine nativ unterstützt werden

Mehr Mixing-Power dank separater HDX-Plug-In-Engine

Seit Avid im Jahr 2005 das D-Show-System herausbrachte, sind VENUE-Live-Systeme die einzigen Mischkonsolen, die den nativen Einsatz von Plug-Ins ohne externe Hardware erlauben. Dieser Ansatz bietet nicht nur einzigartige Integrationsmöglichkeiten in die Mischpultumgebung und die VENUE-Software, sondern gestattet auch die direkte Einbindung unzähliger Plug-Ins von Avid und seinen Entwicklungspartnern – die gleichen, die bei zahllosen Pro Tools-Produktionen verwendet werden und seit langem als Studiostandard gelten. In diesem Punkt bildet das S6L-System keine Ausnahme, obwohl die E6L-Engine doch ganz anders ist.

Ergänzt wird das E6L-RTX-System durch die skalierbare HDX-Plug-In-Engine, die einzig und allein der Verarbeitung sämtlicher AAX-Plug-Ins dient. Dies gewährleistet eine optimale Mixing-Performance, ungeachtet der Größe oder Komplexität einer Produktion. Je nach Anforderung lassen sich pro E6L-Engine weitere HDX-Karten installieren.

VENUE Plug-in Rack

Dabei unterstützt das System 64-Bit AAX-DSP-Plug-Ins der neuesten Generation, die von der HDX-Engine nativ verarbeitet werden. Die extrem robuste, sample-genaue und deterministische DSP-Umgebung mit geringsten Latenzen wurde für Live-Einsätze optimiert und läuft perfekt integriert parallel zum RTX-RTOS mit sehr hardware-nahen Systemtreibern (Low-Level-Treiber). Ein weiteres Highlight ist die automatische Delay-Kompensation (Latenzausgleich) für alle Plug-Ins, die höchste Phasengenauigkeit garantiert. So erübrigt sich die manuelle Berechnung des Delays zur Vermeidung eines zeitlichen Versatzes.

Darüber hinaus sind die Plug-Ins umfassend in die VENUE-Software integriert, was die Automation sämtlicher Plug-In-Einstellungen in Form von Snapshots ermöglicht, die in VENUE-Show-Files gespeichert werden. Auf diese Weise können komplexe Live-Einsätze schnell und einfach umgesetzt werden, und die Einstellungen können mithilfe eines simplen USB-Sticks ganz unkompliziert in jedes andere VENUE-System übertragen werden.

VENUE | E6L

E6L Engine — Rückseite

Das Hardware-Konzept der E6L-Engine

In die Entwicklung der E6L-Hardware selbst sind ebenfalls unzählige Überlegungen und Ideen eingeflossen. Zu Beginn wertete unser Team erst einmal aus, was in den bisherigen Systemen richtig gut war und was nicht so ganz nach Wunsch funktionierte, und wir betrachteten Lösungsansätze anderer Anbieter. Auch die VENUE-User-Community mit ihrer umfangreichen Erfahrung und ihrem Fachwissen wurde einbezogen und diese Erkenntnisse in der Entwicklung der neuen Engine berücksichtigt. Außerdem steuerte unser Kundenservice-Team zahlreiche wichtige Aspekte aus ihrer jahrelangen Support-Erfahrung mit VENUE-Kunden bei – insbesondere in Bezug auf potenzielle Probleme, Herausforderungen und Verbesserungen. Dieses Feedback spielte bei der Entwicklung des neuen Systems eine große Rolle.

Von der Art, wie Karten eingebaut werden, bis hin zu Steckplätzen, Installation und Ausbau arbeitete das Team intensiv an noch effizienteren und stabileren Engine-Komponenten und einer möglichst logischen internen Verkabelung. Sogar so simple Dinge wie der Zugriff auf das Innere der Engine wurden genauestens unter die Lupe genommen. Es ist ganz einfach: vier ohne Werkzeug lösbare Schrauben, ein Einschub (Schubladentechnik) und fertig. Tatsächlich kann das gesamte Innenleben zu Montagearbeiten aus dem Gehäuse herausgezogen und an einen bequem zugänglichen Platz gestellt werden, so dass Sie nicht mit einer Stirnlampe im Rack herumarbeiten müssen, wenn Sie etwas genau sehen möchten. Und selbst an „Kleinigkeiten“ wie die Ausstattung des Gehäuses mit unverlierbaren Schrauben wurde gedacht, damit Sie die Schrauben nicht irgendwo im Inneren zu suchen brauchen. Überall wurden werkzeuglose Schrauben verbaut, Sie benötigen also keinen kompletten Werkzeugkasten, wenn Sie die Engine mal öffnen müssen.

Selbstverständlich wurde die E6L-Engine auch mit redundanten (N+1) Netzteilen ausgestattet – den gleichen, die in der S6L-Konsole zum Einsatz kommen. Durch diese Standardisierung brauchen weniger Ersatzteile vorgehalten zu werden, und die Netzteile können notfalls für alle Systemkomponenten verwendet werden.

Dieses Redundanz-Konzept zieht sich durch das gesamte System: Außer den Netzteilen verfügt die Engine über redundante Lüfter, so dass sie selbst bei anspruchsvollsten Veranstaltungen nicht überhitzt, und die Verkabelung mit den Stage 64-I/O-Racks über Cat5e- und/oder Glasfaserleitungen ist ebenfalls vollständig redundant ausgeführt.

Netzteile im laufenden Betrieb austauschbar

HDX-Karte für die Plug-In-Verarbeitung — Installation weiterer Karten nach Bedarf

Immer cool – auch wenn es heiß her geht

Ein weiterer Aspekt bei der Entwicklung der E6L-Engine und der S6L-Konsole war die akustische Performance des Systems, die das hohe Ziel eines nahezu unhörbaren Geräuschpegels gemäß NC20-Standard erreichen oder sogar übertreffen sollte, was den Einsatz des Systems auch in den geräuschkritischsten Veranstaltungsumgebungen ermöglicht. Dies brachte natürlich besondere Herausforderungen in puncto Kühlung mit sich, vor allem, wenn man den beträchtlichen Strombedarf des Haswell-System-Mainboards und der zahlreichen Erweiterungsoptionen (bis zu vier HDX-, drei Netzwerk- und acht andere Erweiterungskarten) betrachtet.

Um dieses Ziel zu realisieren, widmete sich das Team den thermischen Fragen sehr intensiv und entwickelte ein Konzept, das weniger und langsamere Lüfter erforderte. Erreicht wurde dies durch Optimierung der Lüfterprofile, so dass sich diese nicht zu schnell drehen, sowie durch Integration eines übergroßen Kühlers zur effizienten Wärmeableitung und den Einsatz lüfterloser Netzteile. So konnten die Nebengeräusche der Engine bei normalen Raumtemperaturen nahezu unter der Wahrnehmungsschwelle gehalten werden.

Last but not least werden diejenigen, für die auch der Platzbedarf zählt, zu schätzen wissen, dass es dem Entwicklungsteam gelungen ist, all diese Power – über 300 Kanäle und 200 Plug-In-Slots bei der E6L-192 – in ein Rack zu packen, das gerade einmal die Hälfte des VENUE-FOH-Racks (also nur 5 HE) einnimmt und auch nur ungefähr halb so viel wiegt.

Wie man sieht: Gute, leistungsstarke Geräte müssen nicht unbedingt groß sein.

VENUE | S6L

VENUE | S6L in Kürze lieferbar

Sind Sie bereit für anspruchsvollste Live-Events? Melden Sie sich an, und wir benachrichtigen Sie, sobald das VENUE | S6L-System lieferbar ist.

JETZT ANMELDEN




Avid auf der Prolight + Sound 2015

Die Prolight + Sound 2015 in Frankfurt (15. bis 18. April) wirft ihre Schatten voraus: Prominente Gäste und spannende Produktinnovationen machen die Messe für Avid dieses Jahr zu einem ganz besonderen Event. Wie schon in den letzten Jahren werden wir beim S.E.A.-Stand in Halle 8, Stand G40A zu finden sein.

Zum Testen und Ausprobieren haben wir dabei während der gesamten Messe unsere Livesysteme VENUE | S3L-X und VENUE | Profile vor Ort. Beide Systeme sind mit Pro Tools verbunden sein, um so die hochintegrierten Aufnahme- und Wiedergabefunktionen von VENUE  zeigen zu können. Dazu gehört nicht nur der Virtual Soundcheck, mit dem man Liveaufnahmen dazu verwenden kann, Mixe zu verfeinern, sondern auch die Programmierung von Snapshots, das Experimentieren mit Plug-ins und vieles mehr.

Außerdem freuen wir uns sehr auf zwei außergewöhnliche Gäste, die ihre besten Tipps zum Mischen mit Avid-Systemen verraten. Merken Sie sich die Termine mit Stefan Holtz und Jasen Hattams auf jeden Fall vor!

Und auch wenn wir jetzt noch keine Details verraten können: Es wird ein spannendes neues Produkt geben, das wir im Rahmen einer Pressekonferenz vorstellen werden – vorbeischauen lohnt sich also auf jeden Fall!

Neben dem Stand auf der Prolight + Sound ist Avid natürlich auch wieder mit einem Stand auf der Musikmesse vertreten. In Halle 5.1, Stand C76, stellen wir unsere Audio-Innovationen vor, darunter Pro Tools 12, Pro Tools | First, Sibelius 8, S§ und vieles mehr.

Wir freuen uns auf Ihren Besuch!

Stefan Holtz

Jasen Hattems

Stefan Holtz

FOH: Die Toten Hosen, Marius Müller Westernhagen

Stefan ist einer der renommiertesten deutschen Livesound-Techniker, der mit einigen der größten deutschen Künstler zusammenarbeitet – zum Beispiel den Toten Hosen und Marius Müller Westernhagen. Außerdem ist Stefan Systemtechniker für die Fantastischen Vier und  seit 2002 Systemdesigner und verantwortet die A/V-Technik des Ruhrtriennale Theater Festivals.

Jasen Hattams

Monitortechniker: Madness, Happy Mondays, Mark Ronson and Spandau Ballet, Example

Jasen hat in seiner Karriere schon mit einigen britischen Musikgrößen zusammengearbeitet und nutzt die VENUE | S3L-X seit dem Release. Er war außerdem schon System- und Livetechniker und hat zum Beispiel an bekannten Veröffentlichungen wie Under Blackpool Lights von den White Stripes mitgewirkt. Eine Story samt Video über seine letzte Tour mit dem britischstämmigen Rapper Example ist hier zu finden.

Wir haben einige tolle Demos und Gäste auf der Prolight + Sound 2015 – ein Besuch in Halle 8, Stand G40A lohnt sich also auf jeden Fall.  Auch auf der Musikmesse sind wir natürlich zu finden, und zwar in Halle 5.1, Stand C76. Hier präsentieren wir unsere Audio-Produkte Pro Tools 12, Pro Tools | First, Sibelius, S3 und viele weitere. Bis dann!

Meet the Avid S3L Live Sound System

Lernen Sie das Avid S3L Livesound-System kennen

Seien Sie dabei, wenn Livesound-Legende Robert Scovill (Tom Petty, Rush, Prince, Def Leppard) die Vorteile der innovativen S3L live vor Ort demonstriert. REGISTER NOW