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Bauer Studios setzen auf Immersive Audio mit Pro Tools

Dass sich die professionelle Audiobranche in der größten und spannendsten Umbruchphase befindet, seit der Übergang von analoger zu digitaler Audioproduktion ernsthaft begann, ist eine kaum zu verleugnende Tatsache. Abgesehen von den zahlreichen neuen Medienformaten haben zwei Entwicklungen – die weite Akzeptanz vernetzter Audio-Workflows und das Aufkommen ganz neuer Technologien wie 3D-Audio („Immersive Audio“) – entscheidend dazu beitragen, Türen für neue Klangexperimente zu öffnen.

Für die ehrwürdigen Bauer Studios Ludwigsburg, Deutschlands ältesten Tonstudiokomplex in Privatbesitz, waren die Möglichkeiten dreidimensionaler Klanggestaltung Anlass, die Studioumgebung einem umfangreicheren Upgrade zu unterziehen. Im Verlauf der letzten 70 Jahre gaben sich hier die unterschiedlichsten Musiker von Jazz über Rock bis hin zu kompletten Orchestern die Klinke in die Hand, darunter einige der einflussreichsten Künstler weltweit, wie Stevie Wonder, Miles Davis oder Keith Jarrett.

Bauer Studios-Toningenieur und -Geschäftsführer Michael Thumm, der das Upgrade gemeinsam mit seinem Co-Tonmann Daniel Keinath plante, erinnert sich, wie sie an die Umsetzung des technologischen Wandels herangingen. „Wir wollten in der Lage sein, auch Dolby Atmos-Mischungen für 3D-Audioprojekte anzubieten“, erklärt Michael. „Diese Technologien stecken zwar fast noch in den Kinderschuhen, doch die Filmwelt hat in diesem Bereich definitiv große Fortschritte gemacht, und unsere Tonleute experimentieren bei Musikaufnahmen auch schon mit Dolby Atmos. Natürlich möchten wir auf den steigenden Bedarf reagieren und unseren Kunden auch heute schon zeigen, was mit Dolby Atmos und ‚Immersive Audio‘ alles machbar ist.“

Michael Thumm, Toningenieur und Geschäftsführer der Bauer Studios

In einem der beiden nach neuestem Stand der Technik ausgestatteten Studioräume der Bauer Studios wurde die Avid Pro Tools | Ultimate-Umgebung um Pro Tools | HDX-Systeme, Pro Tools | MTRX-Hardware sowie eine Pro Tools | S6-Mischkonsole erweitert, die neben mehr Leistung und Geschwindigkeit auch umfangreiche Funktionen für die Verarbeitung von 3D-Audioproduktionen bereitstellen. „Die Investition in die S6 war ein sehr wichtiger Schritt für uns, da wir für unsere Tonleute optimale Voraussetzungen bei der Arbeit mit Pro Tools-Sessions und Dolby Atmos-Mischungen schaffen wollten“, so Daniel. „Viele von ihnen waren mit der S6 schon gut vertraut, aber nun hatte das gesamte Team die Gelegenheit, die Features detailliert kennenzulernen. Insbesondere die Möglichkeit, Layouts zusammenzustellen, kam sehr gut an. Durch solche Layouts kann man extrem schnell auf ausgewählte Spuren oder komplette Track-Gruppen zugreifen.“

In Kombination mit der S6-Konsole bietet Pro Tools | HDX noch mehr Leistung und mehr Möglichkeiten für wirklich hochwertige Tonmischungen – ungeachtet der Art und des Umfangs der jeweiligen Produktion. Und das modular konzipierte Pro Tools | MTRX-Audio-Interface überzeugt durch hochwertigste Ein- und Ausgänge, flexible Routing-Optionen sowie integriertes Monitoring für Dolby Atmos.

Mit den ersten umfangreicheren Dolby Atmos-Sessions wird es bereits im Laufe dieses Jahres losgehen, was die Bauer Studios, die seit langem zu den renommiertesten deutschen Tonstudios zählen, noch einmal bekannter machen wird. Zwar haben sich die Bauer Studios in erster Linie durch Musikproduktionen einen Namen gemacht, darüber hinaus betreibt das Unternehmen aber auch eine gut gebuchte Mastering-Suite und besitzt mehrere mobile Recording-Systeme. Auch die Post-Production-Aufträge für Film und Fernsehen nahmen mit den Jahren zu – eine Entwicklung, die eine hohe Flexibilität erfordert und auf die mit den neuen Avid-Lösungen in Studio 2 reagiert wurde.

Tonmeister Daniel Keinath zählt zum festen Team der Bauer Studios

„Die Musik steht bei uns im Mittelpunkt“, bestätigt Michael. „Doch um mit Branchentrends und den Anforderungen unserer Kunden mitzuhalten, haben wir unser Angebot erweitert, um auch spezielle Audioproduktionen für Film und TV übernehmen zu können. Diese neuen Projekte brachten natürlich neue Herausforderungen mit sich.“

Dafür ist Studio 2 nach dem Upgrade im letzten Sommer nun mehr als gerüstet. Der Umbau dauerte ungefähr vier Monate, und schon ganz am Anfang in der Planungsphase, wussten Daniel und Michael, dass sie eine Mischkonsole für die Pro Tools-Steuerung dauerhaft ins Studio integrieren wollten. Da war die Investition in eine Pro Tools | S6 mit Dolby Atmos nur noch der nächste logische Schritt, denn das Team war schon länger mit der Konsole vertraut, und sie bietet umfassende 3D-Audio-Kompatibilität.

Die Neuerungen haben sich bereits ausgezahlt: Seit der Erweiterung von Studio 2 geht die Arbeit schneller und flexibler vonstatten – ein Vorteil auch bei sehr umfangreichen Produktionen, die aufgrund der Auslastung der Bauer Studios in verschiedenen Räumen bearbeitet werden. Als Beispiel nennt Michael eine der letzten Chorwerk-Einspielungen der Bauer Studios, die in Studio 1 aufgezeichnet und in Studio 2 bearbeitet und gemischt wurden. „Das war ein sehr komplexes Projekt mit Bläsern, Streichern und insgesamt ungefähr 140 bis 150 Tracks. Mit der S6 war die Automation viel unkomplizierter, so dass sich das Mischen deutlich vereinfachte.“

“Großer Vorteil des modularen Konzepts der S6 ist die Erweiterbarkeit. So können wir mit einer kleinen Konsole mit weniger Kanalzug-Modulen beginnen und je nach Bedarf erweitern.”

—Bettina Bertók, Sound Engineer

In Hinblick auf die Zukunft ist die Tatsache, dass die S6 auch 3D-Audioproduktionen mit ihren zahlreichen Formaten und Ausprägungen unterstützt, für Bauer von hohem Wert. „Man kann unterschiedlich an Immersive-Audio-Projekte herangehen“, merkt Daniel noch an. „Ein Ansatz könnte beispielsweise sein, nativ in Dolby Atmos zu mischen und anschließend 7.1- oder 5.1-Surround und/oder Stereomischungen zu erstellen. Bei Musikproduktionen könnte es auch umgekehrt laufen, und wir starten mit einem Stereomix.“

Was immer die Zukunft auch bringen wird: Das Bauer-Team ist bestens gerüstet, um aus den sich bietenden Gelegenheiten das Optimum herauszuholen. Michael bringt es auf den Punkt: „Unsere neuen Pro Tools-Systeme erlauben es uns, unsere Arbeit perfekt auf sämtliche Anforderungen unserer Kunden auszurichten. Niemand kann eindeutig sagen, wie die Zukunft dreidimensionaler Audioproduktionen aussehen wird. Sicher ist aber, dass diese neuen Möglichkeiten sehr viel Potenzial für uns bereithalten. Wir rechnen damit, dass Dolby Atmos im Laufe der Zeit für immer mehr Märkte interessant sein wird, und dank unserer neuen Installation sind wir bestens darauf vorbereitet.”

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Post-Production: Studio Gorilla setzt auf Avid Pro Tools plus Avid NEXIS

Gorilla, das größte walisische Post-Production-Haus mit Hauptsitz im britischen Cardiff, setzt schon seit geraumer Zeit auf Avid-Lösungen und war auch das erste Studio des Landes, das sich für Avid Pro Tools | S6-Konsolen entschied. Um in der britischen Post-Production-Welt weiterhin die Nase vorn zu haben, installierte Gorilla nun die nächsten Avid-Innovationen. Ab sofort sorgt die Integration von Avid Pro Tools in das Zentralspeichersystem Avid NEXIS innerhalb des Highend-Studiokomplexes für noch schnellere, effizientere Workflows.

Die Vielzahl unterschiedlicher Dateiformate der diversen Post-Production-Projekte und die stetig wachsende Auftragslage machten es erforderlich, Gorilla einmal mehr für die Zukunft zu rüsten. Das beeindruckende Portfolio umfasst nicht nur bekannte TV-Formate wie One Born Every Minute (Channel 4), Decline and Fall (BBC) und Stella (Sky 1), sondern auch zahlreiche weitere Serien, Dokus, Comedy und mehr, die alle auf 4K-kompatiblen Avid-Systemen geschnitten und nachbearbeitet werden. So war es naheliegend, die umfangreichen und variierenden Workflows durch die nahtlose Integration bestehender und neuer Avid-Tools möglichst optimal zu gestalten.

In der Audio-Postproduktion spielt Avid Pro Tools für das Studio eine entscheidende Rolle. Beim Editing und Finishing der vielfältigen Projekte verlässt sich Gorilla ganz auf Avids weltweit führende Audio-Workstation – für Aufnahmen, Bearbeitung und Mix. Mehr als 100 Avid-Schnittplätze, sieben Pro Tools-Suiten und zwei Pro Tools | S6-Konsolen erforderten nun eine zuverlässige, effiziente Zentralspeicherlösung mit hoher Bandbreite, um die umfangreichen Datenmengen zwischen den erfahrenen Gorilla-Editoren auszutauschen und Materialien nach Bedarf bereitzustellen.

„Nur ein zuverlässiges und umfassend vernetztes Zentralspeichersystem ermöglicht es uns, unsere Aufgaben schnell genug fertigzustellen, um den Anforderungen unserer Kunden gerecht zu werden“, erklärt Technology Director Rhodri James, der bei Gorilla für das technische Management verantwortlich ist und dafür sorgt, dass die Infrastruktur des Unternehmens immer auf dem neuesten Stand ist. „Seit unsere Pro Tools-Systeme in die leistungsstarke NEXIS-Umgebung eingebunden sind, können unsere Editor-Teams Bild und Ton komplett in Echtzeit bearbeiten. Von der Pro Tools-Kompatibilität profitiert wirklich jeder, und die Produktionsprozesse gestalten sich viel unkomplizierter, einheitlicher und deutlich schneller.“

Die zuverlässige Integration zweier erfolgreicher Avid-Lösungen in die Gorilla-Produktionsumgebung, die in jeder Phase absolut reibungslos verlief, erlaubt es dem etablierten Post-Production-Haus, rund um die Uhr und ohne unverhoffte Unterbrechungen an seinen Projekten zu arbeiten. Bei Einführung und Start des neuen Audio-Speichernetzwerks stand Gorilla mit Avid in engem Kontakt, um typischen Konflikten einer solchen Software-Hardware-Integration zuvorzukommen. Mit Avid NEXIS als unternehmensweit eingesetztem Zentralspeicher funktionieren die Systeme nun als Einheit, mit besseren, bereichsübergreifenden Kooperationsmöglichkeiten und sicherer, reibungsloser Projektabwicklung – von Anfang bis Ende.

„Wir setzen nach wie vor auf Avid-Entwicklungen. So ist gewährleistet, dass wir und unsere Vertriebspartner auch in Zeiten des Wandels, mit seinen radikal veränderten Konzepten und Lösungen, immer am Puls der Zeit sind“, fährt James fort. „Gemeinsam diskutieren wir die Vorteile und Auswirkungen der Integration neuer Produkte. Auf diese Weise können wir unsere Workflows weiter optimieren und auf die Erfordernisse unserer Kunden bestmöglich reagieren – entscheidend, um in unserer dynamischen Branche mit ihren ständigen Veränderungen und neuen Technologien ganz vorne mitzuspielen.“

Durch die Integration von Avid Pro Tools und Avid NEXIS wird Gorilla in Zukunft noch mehr Projekte abwickeln können, als es bisher schon der Fall ist. Das ist der größte Vorteil, denn ein solcher Zeit- und Effizienzgewinn bietet natürlich auch neue Chancen. Und die Kunden sehen die Resultate. „Da unsere Teams effizienter arbeiten können, profitieren unsere Kunden letztlich von einer höheren Produktqualität. So schließt sich der Kreis“, ergänzt James.

Doch Avid-Systeme sind bei Gorilla nicht nur auf den Audiobereich beschränkt. Für das Offline- und Online-Editing an den Video- und Audio-Post-Workstations sind weitere Lösungen wie Avid Media Composer im Einsatz. „Ganz gleich, ob es um die Bereitstellung von Dateien, HDR, UHD oder VR geht – Avid und seine Entwicklungspartner bieten uns optimale Voraussetzungen, unsere Produktionsabläufe konstant an veränderte Gegebenheiten anzupassen oder sogar vollkommen neue Workflows zu entwickeln“, so James. „Avid ist für uns wie ein weiteres Team-Mitglied. Die innovativen Produkte sind für ein modernes Studio, so unser Selbstverständnis, einfach unverzichtbar.“

Als (eigener Aussage zufolge) sehr „Avid-nahes” Studio – und dies bereits seit den Anfängen im Jahr 1999 – kann Gorilla auf eine lange Erfolgsgeschichte in der Postproduktion für Film und Fernsehen zurückblicken, was das Unternehmen nicht zuletzt der zuverlässigen Integration der diversen Avid-Lösungen zu verdanken hat. So konnte sich Gorilla auch über die Region hinaus zum Vorreiter im Bereich Video- und Audiotechnik entwickeln. Für James und sein Team hatte der technische Vorsprung in all den Jahren höchste Priorität, und dies gilt auch weiterhin.

„Angesichts umfangreicherer Drehmaterialien, steigender Datenraten und sinkender Budgets sind höchste Qualitätsstandards und Innovation essenziell“, fasst James zusammen. „Avid-Technologien ermöglichen es uns, den Anforderungen der Branche voll und ganz gerecht zu werden und zugleich unsere Kreativität auszuleben. Die Resultate sind immer großartig.“

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Avid Pro Tools | S6 Controller punktet durch EUCON-Protokoll beim NDR Hörfunk in Hannover in Kombination mit Sequoia

Die Avid Pro Tools | S6 Konsole unterstützt intuitiven und vollständigen Mixing Workflow. Weltweit schätzen moderne Mixing Engineers die Ergonomie und Unmittelbarkeit der S6 besonders beim Mischen von komplexen Projekten.

Und dabei ist die S6 die weltweit einzige Konsole, die dem Anwender die Wahl lässt, welche Recording und Mixing DAW diejenige der persönlichen Wahl ist. Mit dem EUCON-Protokoll steht die S6 im perfekten Dialog mit allen professionellen Applikationen von Pro Tools über Cubase zu Logic und einigen anderen mehr.

Der NDR suchte für das Landesfunkhaus in Hannover nach einer Konsole für die Radio Feature Produktion. Nun ist der Rundfunkstandard der ARD die DAW Sequoia. Ein Fall für EUCON und die S6. Wir trafen den Teamleiter Musikproduktion, Ingo Schwarze, im Landesfunkhaus Niedersachsen in Hannover und erfuhren von ihm alles über die Installation und den Workflow der S6 mit Sequoia.

Teamleiter Musikproduktion, Ingo Schwarze am neuen S6-Platz

Was passiert in diesem Studio und an diesem Arbeitsplatz genau?

Wir befinden uns hier in der Regie 3 im Landesfunkhaus Niedersachsen, einem von vier Standorten des Norddeutschen Rundfunks – hier im Bereich der Welle NDR Kultur. Dieses Studio ist hauptsächlich damit beschäftigt, Feature-Produktionen, kleine Hörspiele, Lesungen und Hörbücher zu produzieren, also alles sehr wortorientiert. Das heißt, dass wir eine überschaubare Aufnahmephase mit einem oder mehreren Schauspielern und dann viel Post-Produktion haben. Für die Post-Pro haben wir auch schon im Vorgängerstudio eine controllerbasierte Arbeit zu schätzen gelernt: schneller, effektiver, nach längerer Zeit wieder aufrufbar. Seinerzeit haben wir das mit einem Mischpult per Mackie-HUI-Protokoll gemacht.

Vor zwei, drei Jahren, als eine Erneuerung anstand, sind wir auf die Suche gegangen und haben uns umgeschaut, was die anderen machen. Da gibt es im Prinzip zwei Fraktionen: die einen nehmen ein großes Produktionsmischpult und verbinden es per Audio und Timecode mit der DAW. Das fanden wir immer ein bisschen schwergängig. Die anderen mischen mehr oder weniger in the box.

Gerade bei Hörspielen kommt eine Menge an Atmo und Geräuschen, die der Regisseur vielleicht sogar erst zur Produktion mitbringt. Dann ist es hier ganz einfach, noch einen Sack Spuren aufzumachen und die Audios da hineinfallen zu lassen. Ich habe sofort am Controller diese Spur als Mixkanal zur Verfügung und muss nicht erst ein großes Routing am Audiomischpult machen. Das sind schon wirklich tolle Vorteile.

Sequoia, die S6 – Platz für Erweiterungen

Ein Hörspiel ist ja eine große Produktion, vergleichbar mit einem Film …

Man denkt ja szenisch. Im Skript des Regisseurs ist es ähnlich wie in einem Filmdrehbuch. Es werden bestimmte Räumlichkeiten beschrieben, die man hörbar machen muss: vom Schlafzimmer in die Küche, dann nach draußen und in die große Halle rein. All das muss man ohne Bild herstellen können, dazu wird ganz viel mit Geräuschen, mit Räumen und mit Richtungen gearbeitet. 

Die DAW eurer Wahl ist Sequoia. Warum und seit wann?

Unsere Erfahrungen mit Sequoia reichen bis ins Jahr 2002 zurück. Damals wurde dieser Bereich im NDR digitalisiert. Wir hatten schon seit Ende der 90ziger Jahre ein großes Content-Management-System, das dira-System von scisys mit einem eigenen Editor, der für solche Produktionen aber nicht geeignet ist.

Nachdem das Aufnahme- und Schnittmedium für so etwas früher Zweispur-Analogband war, mussten wir uns für eine neue Richtung entscheiden und haben uns alle interessanten Workstations angeschaut: unter anderem auch Pro Tools und Cubase. Letztendlich konnte seinerzeit Sequoia in der Version 3 in diesem Bereich schon so viel mehr als alle anderen Workstations: Als Beispiel sei der Crossfade-Editor genannt, der ganz lange die Domäne einer einzigen Firma namens Sonic Solutions war. Dazu kam die Tatsache, dass wir schon immer mit der Entwicklungsabteilung von Magix gut kooperiert haben, die sich sehr offen für unsere Wünsche gezeigt haben.

Dieses Produkt hat sich, soweit ich das überschauen kann, über die Jahre im gesamten ARD-Hörfunkbereich als Mehrspursystem durchgesetzt. Dabei gab es immer eine Zweisamkeit von Pro Tools und Sequoia, wobei Pro Tools ganz oft im Bereich Akustikdesign – also Jingleproduktion und ähnliches – und Sequoia eher als Schnittsystem für Musik und für Wort zum Einsatz kommt. Daher war dieses Produkt eigentlich gesetzt.

Für die Erneuerung der Regiekomplexes haben wir geschaut, was wir als Hardware neben Sequoia stellen können. Das überlappte sich zeitlich mit der ersten Vorstellung der S6. 2014 war ich dann auf der Musikmesse und Eric hat mir eine kurze Vorführung gegeben. Da hab ich eigentlich schon gedacht, dass die S6 genau das ist, was wir suchen. Was damals im Raum stand, dass man über die Schnittstelle nicht nur Pro Tools, sondern auch andere DAWs betreiben kann, das war sehr, sehr interessant.

Hier wird noch, bzw. wieder, richtig live produziert: unterschiedliche Schrittböden

Was habt ihr genau gesucht?

Wir haben etwas gesucht, dass uns vollständiger und umfangreicher ermöglicht in the box zu mixen. Das haben wir vorher auch schon gemacht, wollten es aber jetzt physisch greifbar machen. Das heißt: Bedienelemente für alles, was wir sonst im Softwaremixer mit der Maus angefasst haben. Ein tolles Feedback von einer Hardware, sprich Benamung, Anzeige von Parameterwerten, sehr gut auflösend – eine bessere Auflösung als die von MIDI – und all das versprach ja das Produkt.

Und man kann mehrere Parameter gleichzeitig steuern …

Genau! Bei Hörspielproduktionen ist das Mixen sehr dynamisch. Man hat eigentlich immer ganz viele Parameter, die sich auf einmal verändern. Zum Beispiel, wenn jemand durch den Raum geht, muss man die Lautstärke verändern, das Panorama verändern, den Hallanteil verändern. Das kriegt man mit der Maus in mehreren Gängen hin, aber das hat man ganz einfach und viel besser in der Hand, wenn die Finger auf Fadern liegen und an Drehreglern schrauben und ich quasi mit der Hand mitfahren kann.

Fast wie bei einem Live-Mix …

Ja, und man hat nuancierte Lautstärkeveränderungen besser im Finger als in der Maus.

Fast wie Live Mixing – Radio Feature Produktion

Wie war der weitere Prozess und wann ist die Entscheidung für eine S6 gefallen?

Mit Sequoia arbeiten wir schon sehr lange zufrieden und erfolgreich. Und schließlich wollten wir einen Controllerbasierten Workflow mit unseren Systemen integrieren. Dazu gab es zunächst ein zweijähriges Kennenlernen der Firma Avid und ein Zusammenbringen der Firmen Avid und Magix. Wir haben uns einmal bei Magix in Berlin getroffen. Dort haben wir zum ersten Mal die Konsole mit einer rudimentären Integration von Sequoia sehen können, ein Feedback und unsere Wünsche an beide Firmen gegeben. Dann gingen immer so drei, vier Monate ins Land und dann hat man sich unter anderen Umständen wiedergetroffen. Es gab auch eine Vorführung hier im Haus mit einer weiteren Fortentwicklung, sowohl bei der Software in der S6 als auch der einer Betaversion von Sequoia. Es war ein stetiges Anwachsen der Funktionalitäten sichtbar. Schlussendlich waren wir letztes Jahr im Sommer in der Ausschreibungsphase, in der es konkret um das neue Studio geht. Da mussten wir uns entscheiden, ob wir so mutig sind, diesen Weg zu gehen. Dann hatten wir noch mal ein Treffen in Berlin und das Gesamtkonzept der S6, plus Audiohardware eines weiteren Herstellers, plus Sequoia machte auf uns den Eindruck, dass wir sicher in eine Realisierungsphase gehen können, in der wir wissen, dass wir etwas anschaffen, das dann auch in den nächsten zehn bis fünfzehn Jahre hier seinen Dienst tun wird. Das gute Gefühl, dass wir ein System bekommen, was augenscheinlich stabil ist und gut funktioniert – das hat den Ausschlag gegeben.

Wir haben das Studio im März nach einer langen Phase von Schulungen in Betrieb genommen, auch durch Eric Horstmann, der hier die Bediener und den Service eingewiesen hat. Das war eine Phase, in der sich die Kollegen ohne Produktionsdruck an die Umgebung hier gewöhnen konnten. Seit Ende April sind wir im Produktivbetrieb und haben jetzt schon mehrere Produktionen gemacht. Natürlich gibt es immer noch ein paar Dinge, die schöner sein könnten – das ist work in progress – aber man hat eigentlich sofort bei der ersten Produktion genau die Vorteile, die wir uns erwünscht haben, wahrgenommen und umgesetzt. Unsere Vision ist also genau aufgegangen.

Wird das kreative Element mit der Konsole besser unterstützt?

Man kann viel schneller Wünsche seitens der Regie realisieren und ein Ergebnis präsentieren. Das macht den ganzen Produktionsprozess sehr lebendig. Es hat sich in der ersten Produktion schon gezeigt, dass man auf alle Parameter ohne Maus tiefgreifend einwirken kann, die man sonst in Menüs suchen würde und dann vielleicht doch weglässt. Alles, was ein bisschen komplex in der Software ist, setzt man viel natürlicher ein, weil es nach vorne geholt und in eine Hardware gepackt wird. Das funktioniert sehr gut.

Inwieweit sind schon Softkeys eingerichtet?

Das haben wir mittlerweile gemacht, aber wir haben schnell gemerkt, dass wir gar nicht viele brauchen. Wir haben nicht wochenlang Menüpunkte rausgesucht, die wir gerne auf einer Hardwaretaste hätten. Neben der reinen Transportfeldbedienung sind das ein paar Marker und Spezialfunktionen, die man sehr schön ohne Maus am Pult bedienen kann.

Um es noch besser zu machen, fehlt momentan noch eine Mappingfähigkeit von Plugin-Parametern, zu Beispiel in optischer Anlehnung an das Plugin. Zum jetzigen Zeitpunkt werden die Parameter  wild verteilt und das kann man sich nicht gut merken. Zum Beispiel ist mein Outputdrehgeber bei dem einen Plugin an der einen Stelle, bei dem anderen da und man muss ständig gucken, wo man denn eigentlich drehen muss. Da muss ich dann doch zur Maus greifen, aber es ist ja zumindest in Aussicht gestellt, dass mit einem der nächsten Updates für die S6 dieses Mapping kommen wird. Das wird uns noch mal sehr helfen und deutlich nach vorne bringen.

Die Zusammenstellung erfolgte nach Ihren Spezifikationen?

Wir haben uns vorher viele Gedanken gemacht und mit den modularen Fähigkeiten gespielt, dabei große Papierbögen auf den Tisch gelegt. Während der ganzen Planungsphase haben wir uns die Freiheit gelassen, nichts in Stein zu meißeln. Wir haben nur einen Rahmen vorgeben, um nach einem halben Jahr immer noch entscheiden zu können, ob die Zusammenstellung der Module in der Praxis ideal ist. Das ist ein ganz großer Vorteil von dieser Konsole.

Bei so einer Arbeit gibt es immer zwei Ansätze: Zum einen das Mischpult in der Mitte und die DAW außen oder die DAW in der Mitte und das Pult geteilt und außen. Beides halten wir uns offen. Man kann das jetzt noch angedeutet sehen: Wir haben neben den eigentlichen Modulen des Pults Leerblenden und könnten so mit dem Pult noch zwei Ebenen nach außen gehen und in der Mitte Platz schaffen, sollte es sich erweisen, das dieser Workflow besser ist als das Zentrale Sitzen vor dem Mischpult. Da sind wir gerade in der Findungsphase.

Wir haben uns ganz genau die Ergonomie angeguckt: Wie kann ich das Mischpult am effektivsten bedienen? Das hat etwas mit Armlängen und Erreichbarkeit von Bedienelementen zu tun. Was es so nicht von der Stange gibt, ist diese Erhöhung der hinteren Module. Da haben wir vor einer planen Fläche gesessen und uns die Module angeguckt: In welchem Winkel kann ich denn eigentlich die Parameter in den OLED-Displays ablesen, ohne dass mir der Drehgeber davor die Sicht versperrt? Oder wie lang ist mein Arm? Wo komme ich noch ran?

Ungewöhnlich in der Zusammenstellung ist zum Beispiel das Touch-Modul. Das würde üblicherweise weiter hinten sitzen. Da komme ich mit dem ausgestreckten Arm nur ganz schwer hin, muss aber oft ran. Wir haben alles so zusammengestellt, dass wir maximal ergonomisch arbeiten können.

Eine Kleinigkeit haben wir uns noch bauen lassen, das ist der Trackball, der jetzt vor dem Touchscreen sitzt. Den gibt es so noch nicht von Avid. Vielleicht eine Idee? Der sollte natürlich in der Optik dazu passen. Das bewährt sich gut, dass wenn ich die Maus benutzen müsste, ich nicht aus dem Griffbereich des Mischpults rausrutschen muss. Ich nehme dann den zentralen Trackball und kann die Dinge erledigen, die ich eigentlich mit einer Maus machen müsste.

Trackpad integriert in den Konsolen-Arbeitstisch

24 Fader und das Encoder-Modul für Plugins: Habt ihr euch die Möglichkeit offen gehalten mit mehr Fadern zu arbeiten oder kann man so gerade gut navigieren?

Die Möglichkeit haben wir dadurch, dass wir einen Maximalausbau vorbereitet haben. Unter den Platten sind die Anschlüsse für mehr Module schon gelegt. 48 Fader wäre das Maximum. Aber wie weit kann ich meine Arme strecken, um sinnvoll arbeiten zu können? Alles andere ermöglicht mir ja das Mischpult selber, indem ich Kanäle banken kann, ich also an derselben Arbeitsfläche bleibe und mir andere Kanäle auf die Fläche hochhole. Das ist ja über die Layouts, über Zones oder das Weiterbanken von den DAW-Kanälen sehr gut gemacht.

Ich denke, das ist eigentlich eine gute Ausbaustufe, bei der wir selten Fader vermissen. Hat man hingegen ein Projekt, bei dem man mit mehreren Personen am Mischpult sitzt, dann wäre es wieder eine andere Geschichte. Da benötigt jeder einen Bereich zum Arbeiten. Das sehe ich für uns aber momentan nicht. In einer wirklich großen Surround-Filmmischung da sieht man ja ganz oft mehrere Arbeitsplätze an einem Mischpult, das ist hier aber nicht der Fall.

Kann man die ersten beiden Produktionen nennen?

Eine Produktion habe ich jetzt am Wochenende gemacht, für einen bundesweiten Wettbewerb. Da stellt der NDR die Technik zur Verfügung, damit ausgewählte Schulklassen, die ein Hörspiel eingereicht haben, dieses verwirklichen können. Gestern und vorgestern waren jeweils 15 Schüler mit Lehrkräften, einer Regisseurin und Regieassistenz hier und wir haben an einem Tag je ein kleines Hörspiel aufgenommen und dann fertig produziert. Die andere Produktion war ein Feature für NDR Info.

Einen Featurewunsch haben wir ja schon besprochen, der andere war die Wellenformdarstellung, oder?

Genau, an der Wellenformdarstellung arbeitet Magix ja gerade, das gibt es als Feature für uns Kunden noch nicht. Wäre auf jeden Fall noch mal ein Schritt nach vorne, gerade bei der Post-Produktion und bei kleinteiligen Dingen mit kurzen Geräuschen, die einmalig in einer Spur auftauchen. Das sollte man auch visualisiert am Mischpult erkennen können: Neben dem Metering läuft dann die Wellenform und ich erkenne sofort: Da kommt gleich das Geräusch auf der Spur! Ich muss gar nicht mehr auf die DAW gucken, um mich zu orientieren, sondern ich kann mich fokussieren, an der Position, an der ich am besten höre und ich sehe trotzdem, was auf mich zukommt. Und es gibt natürlich noch viele kleine Details, die man nicht alle aufzählen kann.

Welche Plugins setzt du ein?

In dem Bereich „Feature / Hörspiel“, in dem es sehr viel um die Virtualisierung von Räumen geht, gibt es schon ein paar markante Plugins, zum Beispiel Speaker Phone von Audioease Die Aufgabe lautet etwa: Der Schauspieler spricht am Telefon oder er steht auf dem Bahnsteig und im Hintergrund kommt eine Ansage. Das erleichtert den Arbeitsablauf enorm. Man muss nur aufpassen, daß man nicht nur die Presets abfeuert, weil das Produkt sonst im jedem Hörspiel wiedererkennbar auftaucht. Aber alles lässt sich gut anpassen, sodass man summa summarum eine tolle Welt der Klänge zur Verfügung hat.

Zweites Beispiel: Altiverb für die Generierung von Räumen, auch Räume, die man im musikalischen Bereich vielleicht nicht haben will: einen Wald, ein Schlafzimmer, eine Küche. Im Hörspiel und sicher auch in der Film-Post-Pro greift man gerne auf Altiverb zurück, weil viele Parameter schon da sind, die man sich sonst umständlich per Hand stricken müsste. Das macht den Workflow deutlich schneller.

Womit wir lange gerungen haben, war die Frage, ob wir ein Projekt ohne die gewohnte Audioanbindung machen können. Das ist üblicherweise ein Broadcast-Audiomischpult, das uns neben viel Audio auch Interkom, Quellen-Abhören und Steuerung abgenommen hat, was wir aus anderen Projekten gewohnt waren. 

Das gehört im Prinzip mit zu diesem Projekt: Entscheidungsfindung auch mit dem Produkt AX32 und den Überlegungen, was für uns an Audiotechnik elementar wichtig und was verzichtbar ist. Man kann die Dinge manchmal auch verkomplizieren, ob der Möglichkeiten. 

Wir haben lange überlegt, wie wir mit Kommando umgehen sollen. Müssen wir wirklich alle Räume einzeln ansprechen können? Ist es nicht genauso effektiv, ein generelles Kommando zu haben, was in alle Wege geht und von den Plätzen besprochen werden kann. Wir haben die Möglichkeiten des AX32 angekuckt, schließlich auch voll ausgeschöpft und vermissen momentan erstmal keine Funktion.

Ergonomisch individuell angepasst für bequemen und ermüdungsfreien Workflow.

Welche Audiohardware kommt zum Einsatz?

Audioseitig basiert das Ganze auf zwei DAD AX32, die uns die ganze Audio- und Steuerungsstruktur hier in dem Raum bieten. Wir haben 24 analoge Mikrofonanschlüsse auf zwei Räume verteilt, die MADI-Anbindung an zwei Sequoia-Systeme und Routing einzelner Signale aus den AX32 in das Dante-Netzwerk, auch für Kopfhörer. Das ist übrigens auch das erste Mal, dass wir hier im Haus Dante produktiv einsetzen. Wir haben die beiden AX32 auch noch mal über Kreuz mit MADI verbunden, weil wir Signale sowohl des einen als auch des anderen wieder in andere Geräte führen müssen. Nicht zuletzt steckt auch ein Redundanzgedanke hinter den zwei AX32-Systemen, die wir so bestückt haben, dass wir auch den Ausfall von einem System durch das Umstecken von Karten innerhalb des AX32 kompensieren können. Das gilt auch für die beiden Sequoia-Maschinen. Wir lassen bei Aufnahmen immer beide Systeme laufen, damit wir auch die Aufnahmen auf zwei getrennten Festplattensystemen zur Verfügung haben. Nichts ist schlimmer, wenn der Schauspieler aus dem Haus ist und das Audio ist weg! Und wir haben einen Ersatzteilpool für alle zentralen Elemente der S6, die wir hier im Haus schon einmal als Spare vorhalten.

Verwendet ihr hin und wieder mehrere DAWs gleichzeitig? Das kann die S6 ja …

Wir arbeiten im Prinzip schon in einer Art Mischbetrieb bei der Aufnahme, indem wir die Hardware-Bedienelemente des AX32 auf die Oberfläche holen und parallel dazu über ein Layout die entsprechenden Aufnahmekanäle vom Sequoia daneben legen. Das ist ein großer Vorteil für uns an dieser Stelle. Beide Sequoia-Systeme sind an die S6 angebunden, ich kann also zwischen beiden Systemen während der Arbeit wählen. Wir haben drei Bildschirme und müssen an der Tastatur einmal umschalten, damit die DAWs sichtbar werden und an der S6, damit wir die Bedienelemente von der anderen Maschine holen.

Ihr habt mit dieser Installation einige Aufmerksamkeit in der ARD erregt …

Soweit ich weiß, sind wir die ersten, die dieses Konzept umgesetzt haben. In den letzten zwei Monaten haben wir von vielen ARD-Anstalten eine positive Resonanz bekommen und einige wollen die Reise nach Hannover antreten, um sich das System anzuschauen und dann zu überlegen, ob es zu ihren Bedürfnissen passt. Das zu adaptieren wird nicht überall gehen, aber für unsere Bedürfnisse funktioniert das Setup hier sehr gut. Jeder, der sich in der ARD momentan mit so einem Thema befasst, schaut mit Spannung hierher und für alle ist das eine der Optionen, die man derzeit erwägen kann.

Die technische und mechanische Umsetzung unserer Planungen hat die Firma Qvest Media hervorragend gemacht. Da sind wir sehr glücklich mit den handelnden Personen gewesen. Man hat gleich gemerkt, dass sie unsere Sprache verstehen und selbst viel Erfahrung mit in so ein Projekt einbringen. Und besonders im Möbelbau haben wir mit den entsprechenden Firmen sehr gute Erfahrungen gemacht.

Es war sehr erfreulich, von beiden Firmen, Magix und Avid, über Monate hinweg den Willen zu spüren, dass sie das hinkriegen wollen, sich die Bälle zuspielen und auf einer sehr guten Arbeitsebene zusammenarbeiten. Das war super! Das kann mit verschiedenen Gewerken auch so laufen, dass sich immer der schwarze Peter zugeschoben wird. Das war hier gar nicht so. Auch Probleme, die es zwischendurch gab, sind offen angesprochen und gelöst worden!




Avid auf der AES Berlin 2017 – Hören. Erleben. Begegnen.

Besuchen Sie Avid auf der AES 2017 in Berlin vom 20. – 23. Mai (Ausstellung geöffnet: 20. – 22. Mai)

Am Stand #519 erleben Sie die aktuellen Audioproduktions-Workflows rund um den Industriestandard Avid Pro Tools.

Nach Ankündigung der Dolby Atmos® Integration in das Pro Tools | HD Ecosystem auf der NAB in Las Vegas zeigt Avid auf der AES in Berlin den modernsten und effektivsten Immersive Audio Mixing Workflow zum ersten Mal live. Buchen Sie jetzt Ihren persönlichen Demonstrationstermin. 

Das modulare Pro Tools | S6 Control Surface vereinigt alle Vorzüge der ICON und System 5 Produkte und definiert ein neues Level hinsichtlich Ergonomie und intelligenter Studiosteuerung. Außerdem am Stand finden Sie das Avid Pro Tools | HDX mit 5-mal mehr Processing-Power als in vorhergehenden Generationen.

Natürlich fehlt auch nicht das neue Pro Tools | MTRX Interface mit grandiosem Sound und reichhaltigen Monitoring- und Routing-Optionen.

Darüber hinaus stehen auch Pro Tools | HD Native und das Pro Tools | Dock im Fokus. Ein intelligenter, ergonomischer, portabler und dabei günstiger Studiocontroller. In Kombination mit dem iPad stehen Touch-Workflows und direkter Parameterzugriff für die schnelle Navigation in Musik- und Produktionsprojekten zur Verfügung.

Reservieren Sie sich unbedingt Zeit, um die beiden Vorträge von Dave Tyler (Avid Audio Application Specialist Manager) auf der PSE Bühne zu besuchen:

Pro Tools in der Cloud:
Samstag, 20. Mai – 12:15 – 13:00

Dave gibt einen Überblick darüber, wie Cloud-unterstützte Workflows mittlerweile weltweit Pro Tools Anwender bei der täglichen Arbeit unterstützen und was die Zukunft in Sachen Cloud-Technologie für Media Applikationen bereit hält.

Immersive Mixing in Pro Tools:
Sonntag, 21. Mai – 10:15 – 11:00

Dave demonstriert die neueste Pro Tools Version mit integriertem Dolby Atmos Immersive Audio Mixing und gibt einen Ausblick über den Einfluss von Immersive Audio auf die Zukunft der Industrie.

Avid Pro Tools | S6 Konsole – perfekter Workflow mit Pro Tools,
anspruchsvolle Audioprojekte immer direkt im Griff

Avid Pro Tools Dock – Perfekter Partner für Mixing und Editing mit Pro Tools

Dolby Atmos Immersive Audio Mixing jetzt integriert in Pro Tools HD

Seien Sie Avids Gast auf der AES in Berlin

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Avid auf der Tonmeistertagung in Köln – 17.11.2016 – 20.11.2016

Pro Tools 12.6, Pro Tools | MTRX, VENUE 5.3, Live Sound, Workshops, Produktionssysteme, Technologien, Workflows, prominente Engineers

Avid stellt auf der Tonmeistertagung in der Messe Köln in den Räumen H und F (2. OG) die aktuellen Produktionssysteme für Live Sound und Pro Audio vor.

Avid Pro Audio
Die aktuellen Avid Produktionsworkflows mit den Pro Tools | S3 und Pro Tools | S6 Pulten lassen sich an zwei S6 Konsolen und einer S3 mit Pro Tools Dock erleben. Auch die Neuheit von der AES Los Angeles, das in Kooperation mit DAD konzipierte Avid Pro Tools | MTRX Interface (Bild unten), ist dort erstmalig in Europa live zu begutachten.

Bei den Partnern DAS Digital Audio Service findet sich ein weiteres S6 System und bei Magix ist eine Pro Tools | S3 im Zusammenspiel mit der Magix Sequoia DAW in  Betrieb.

Avid Live Sound
Im Rahmen der TMT Academy im Raum R1 im 2. Stock des Messegebäudes befindet sich während der gesamten Tagungsdauer ein Avid VENUE | S6L Pult an dem die LIVE Mixing Seminare durchgeführt werden.

Der renommierte Live Mixing Engineer Robb Allan (Massive Attack, Manic Street Preachers, Coldplay, etc.) gibt jeden Tag um 11:00 Uhr, 13:30 Uhr und 16:00 Uhr Workshops an den VENUE | S6L Pulten zu den neuen Features der neuen VENUE Software Version 5.3 und aktuellen Workflows.

Automation Challenge – Szenenautomation für Theater und Musical – Freitag, 18.11. 2016 13:30 – 15:30 in Raum R5 u.a. mit Avid VENUE | S6L
Workflow-Optimierung für den Tontechnikalltag in Theatern und bei Musicals ist das Thema dieses Hands-On Workshops. Typische Szeneautomatisierungen, wie sie für reibungslose Aufführungen notwendig sind, werden an Pulten verschiedener Hersteller erklärt und konzeptionell miteinander verglichen. Besucher dieser Workshops erleben in kleinen Gruppen zusammen mit den Herstellern in 20 Minuten Slots die Automatisierungsvorzüge der verschiedenen Anbieter und natürlich der Avid VENUE | S6L

Der international renommierte Engineer Robb Allan demonstriert die neuen Features und Workflows an der Avid VENUE | S6L

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Musikmesse 2016: Erleben Sie wie und warum mit Avids Audio Tools wirklich überall Musik produziert wird

Die größte und coolste Messe für Musikinstrumente, Noten und Musikproduktion startet am 7. April, 2016 in Frankfurt. Avid präsentiert dort die neuesten Produkte und Lösungen für moderne Audioproduktion, in Halle 9.1, Stand C21.

Nach der Weltpremiere auf der NAMM Show 2016 zeigt Avid das gerade frisch veröffentlichte Pro Tools 12.5 mit dem Avid Cloud Collaboration Feature. Damit können Musiker und Produzenten von überall auf der Welt miteinander komponieren, aufnehmen und mischen.

Access Sibelius in More Ways Than Ever

Heutzutage wird von Komponisten erwartet, dass sie in kürzester Zeit nicht nur großartige Musik sondern auch perfekt gesetzte und gedruckte Partituren liefern. Die Sibelius Notationssoftware hilft Komponisten sich kreativ zu entfalten und umfangreiche Partituren schneller fertig zu stellen. Erleben Sie den Entstehungsprozess live am Avid Stand.

 

Avid freut sich darauf neue und alte Freunde auf der Messe zu treffen.

Avid auf der Musikmesse 2016

Besuchen Sie uns auf der Musikmesse Frankfurt in Halle 9.1, Stand C21 und erleben Sie hautnah warum und wie mit Avids Audio-Werkzeugen Musikproduktion überall funktioniert.

AVID AUF DER MUSIKMESSE




Musikmesse 2016: Erleben Sie Stargäste auf der Avid-Bühne in Frankfurt

Jeden Tag gibt es Demonstrationen aller Avid Produkte und darüber hinaus international bekannte und erfolgreiche Stars und Künstler mit Vorträgen zu sehen. Der Avid Stand wird während der Musikmesse 2016 stets gut besucht sein. Kommen Sie vorbei und sehen Sie was und wen Avid 2016 zu bieten hat.

Auf der Musikmesse ist Avid in der Halle 9.1 am Stand C21 zu finden. Natürlich mit den neuesten Innovationen der Audiotechnologie und vielen bekannten Usern die erfolgreich Musik und Filmmusik produzieren.

Marek Pompetzki

Marek Pompetzki ist einer von Deutschlands absoluten Top-Produzenten. Mit Sido’s “Astronaut” produzierte er den erfolgreichsten deutschen Song 2015. Marek wird auf der Avid-Bühne seine Produktionstricks erklären und hat natürlich auch die “Astronaut” Pro Tools Session mit dabei um seine Mixing-Philosophie zu veranschaulichen.

Hier geht es zum Youtube Video-Interview mit Marek und seinen Produktionspartnern.

Martin Haas

Martin Haas und sein Kollege Moses Pelham sind echte Pioniere in Sachen deutscher Hip Hop und R&B. Avid ist sehr stolz Martin Haas auf der Avid-Bühne willkommen heißen zu können. Martin wird sehr ausführlich über das neue Album von Ausnahmesänger Xavier Naidoo erzählen.

Ansgar Frerich

Ansgar Frerich ist ein Filmtoningenieur aus Berlin. Zusammen mit seiner “Homebase” dem Postproduktionsstudio Basisberlin gewann er 2015 den renommierten Deutschen Filmpreis für die Postproduktion und das Sounddesign des Hacker Thrillers Who Am I. Ansgar gibt einen Überblick darüber was Postproduktion beim Film eigentlich genau ist und hat natürlich auch eine Pro Tools Session mit Sounddesign-, Geräusch- und Mix-Beispielen aus dem prämierten Film mit dabei.

Hier geht es zum Video indem Ansgar das Making Of von Who am I bespricht.

Also, nicht verpassen! Bitte auf etwaige Aktualisierung der Zeiten achten!

Marek Pompetzki

Freitag 8. April

15:00

Samstag 9. April

15:00

Sonntag 10. April

16:00 pm und 15:00

Martin Haas

Donnerstag 7. April

17:00

Freitag 8. April

11:00

Samstag 9. April

11:00

Sonntag 10. April

11:00

Ansgar Frerich

Donnerstag 7. April

15:00

Freitag 8. April

13:00

Samstag 9. April

13:00 pm

Avid auf der Musikmesse 2016

Besuchen Sie uns auf der Musikmesse Frankfurt in Halle 9.1, Stand C21 und erleben Sie hautnah warum und wie mit Avids Audio-Werkzeugen Musikproduktion überall funktioniert.

AVID AUF DER MUSIKMESSE




Auf der Suche nach der Gänsehaut

Arrangeur, Komponist und Musikproduzent Mathias Grosch über seine Arbeit mit Pro Tools für „Sing meinen Song“

„Sing meinen Song“ ist aktuell in der zweiten Staffel gelaufen, und wie auch schon in der ersten Staffel spielte Mathias Grosch als musikalischer Leiter für das Format und Gründer der dazugehörigen Band „Grosch’s Eleven“, eine maßgebliche Rolle beim musikalischen Arrangement – und damit dem Erfolg der Staffel sowie dem des erneut auf Nr. 1 der deutschen und österreichischen Charts platzierten Albums zur Show. Bei unserem Interview wirft er mit uns einen Blick hinter die Kulissen und erzählt, wie die Produktion abläuft und warum sie nur mit Pro Tools funktioniert.

Wie bist du zu dem Job bei „Sing meinen Song gekommen? Das ist ja doch eine Art Ritterschlag, bei so einer populären Show die musikalischen Fäden in der Hand zu halten.

Ich habe 1998 in Mannheim angefangen, Jazzklavier zu studieren. Nach dem Ende des Studiums 2002 bin ich über Kosho, den Gitarrist der Söhne Mannheims, in die Studioarbeit bei der Naidoo-Herberger reingerutscht. So bin ich dann auch recht schnell an eigene Produktionen gekommen bei denen ich die Gesamtleitung hatte, und schon 2004 bin ich hier im Haus dann in ein größeres Studio umgezogen. Inzwischen habe ich viele Standbeine: Ich komponiere, ich arrangiere, ich spiele, produziere, ich bin Toningenieur, das hat sich alles irgendwann ganz natürlich ergeben. Ich habe dann auch das letzte Album von Xavier Naidoo gemischt, das eine Goldene Schallplatte bekommen hat. Und daraus ergab sich am Ende die Zusammenarbeit zu „Sing meinen Song“.

Wie seid ihr das Ganze angegangen?

Wir sind vor rund zweieinhalb Jahren in die konkrete Planung eingestiegen und haben unsere Ideen zusammengeworfen. Es ging uns vor allem darum, dass die Lieder in der Sendung nicht einfach gecovert werden, sondern dass ein „musikalischer Maßanzug“ entsteht. Auch wenn das ganze Format sehr spontan und improvisiert wirkt: Es steckt eine Menge Arbeit und Vorbereitung dahinter.

Und was heißt das konkret? Wie sieht die Vorbereitung für die Shows aus, die ja in Südafrika aufgezeichnet werden?

Konkret sieht es so aus, dass ich mich im Vorfeld der Show mit den Künstlern treffen und die Lieder durchsprechen. Wir überlegen gemeinsam, wie wir einen Song am besten für einen bestimmten Künstler adaptieren und umarrangieren können. Im Anschluss daran mache ich dann in enger Zusammenarbeit mit den Künstlern die Arrangements. Zwei Monate vor der Aufzeichnung sind wir dann mehrere Wochen im Studio, um die Songs mit der Band und den Künstlern zu proben. Wichtig ist, dass keiner weiß, was die jeweils anderen singen werden, das alles bleibt ein Geheimnis bis zur Aufzeichnung. An der Aufzeichnung selber ist dann das Ungewöhnliche, dass sie nicht gescriptet ist – nichts ist festgelegt, die Interaktionen sind tatsächlich authentisch und spontan. Die Kamera läuft einfach durch, geschnitten wird nur, um hinterher im Zeitrahmen zu bleiben.

Klappt das denn alles immer auf Anhieb?

Es macht immer wieder total Spaß, zusammen mit den Künstlern und der Band die neuen Arrangements zu erarbeiten. Manchmal werden die Vorschläge, die ich mache, auch mal komplett über den Haufen geworfen. Kann passieren, aber die Band ist dann so spontan und wir finden schnell einen anderen Ansatz der dann funktioniert. Das Gute ist, dass wir uns in- und auswendig kennen und die Band im Studio die gleiche ist wie die bei der Aufzeichnung. Dadurch gibt es keine Brüche, und die Atmosphäre ist total entspannt.

“Die Band legt los, und der Sound klingt immer genau so, wie wir ihn uns erdacht haben. Das hat mit keiner anderen Lösung funktioniert!”

Mathias Grosch über Pro Tools

Wie könnt ihr so einen engen Produktionrahmen denn technisch möglich machen?

Wir arbeiten bei Proben und Produktion komplett mit Pro Tools und bei der Arrangementarbeit in der Vorbereitungsphase mit Sibelius. Auf der Tonebene hat sich gezeigt, dass Pro Tools schlicht und einfach die einzige Lösung ist, die für unser Set-up funktioniert – von den Proben im Studio über die Live-Aufnahmen bis zur Arbeit am Album. Da zwischen Aufzeichnung und Ausstrahlung weniger als 8 Wochen liegen und bis dahin die CD Produktion mit den Live-Aufnahmen am Start sein muss, arbeiten wir praktisch parallel an Live-Aufnahmen und Album.

Konkret muss man sich das so vorstellen:  schon beim Einspielen der Songs im Studio greifen wir klanglich stark ein, d.h. wir benutzen Pro Tools ganz klassisch wie ein Mischpult mit einem Bus-System. Die einzelnen Instrumente werden direkt in Pro Tools aufgenommen und hierbei schon während der Aufnahme auf ein Bus-System geroutet und nach unserer klanglichen Vorstellung geformt. So bekommt man schon zu diesem Zeitpunkt alle Signale, insbesondere der Drums, schon im Studio entsprechend fett. Wir haben da super Erfahrung mit den Waves -Plugins gemacht, und ich bin ein großer Fan des SSL Compressors oder der Waves 1176er Simulation. Genauso kümmern wir uns während dieses Prozesses um eine zum jeweiligen Song passende Raumästhetik. Vieles passiert natürlich am Instrument, gerade bei den Gitarren und den Keyboards, aber bei den Drums haben wir alle Freiheiten aufgrund der trockenen Akustik im Studio, welche den Außenbedingungen in Südafrika ähnelt. Ein Riesen-Vorteil von Pro Tools ist dann natürlich folgender: In der Live-Situation müssen wir nichts mehr neu einstellen. Auch von der Rechenleistung her bewältigt kein anderes Tool diese Aufgabe. Den Monitormix machen wir dann im Studio, genauso wie live auch über Pro Tools. Die dort eingespeisten Signale gehen direkt nach klanglicher Bearbeitung wieder an die einzelnen Musiker zurück, die sich dann mithilfe eines kleinen Mischers den Monitor-Mix selber machen können. Ach ja, fast vergessen: Die fertigen Submixe werden übrigens per MADI auch zum FoH geschickt und er muss sich dann nur noch um die Stimmen der Künstler kümmern. Mit anderen Worten: Die Band legt los, und der Sound klingt immer genau so, wie wir ihn uns erdacht haben. Das hat mit keiner anderen Lösung funktioniert! Als Controller sind wir mittlerweile bei 4 gestackten Avid Artist Mix gelandet.

So gut wie alle beteiligten Musiker arbeiten mit Sibelius. Damit ist es uns möglich, mal eben während den Proben Tonarten oder Abläufe zu ändern oder in einer Aufnahmepause eine Partitur zu ändern.

Wie geht es nach der Aufzeichnung weiter?

Nach der Aufzeichnung haben wir vier Wochen für die finalen Mixe. Wir arbeiten zu dritt daran, das heißt wir säubern den Mix oder korrigieren die wenigen Fehler die passiert sind. Dies läuft für die Ausstrahlung und das Album fast parallel. Da wir auf identischen Systemen arbeiten können wir die Sessions problemlos untereinander tauschen. Da fängt einer mit dem säubern der Spuren an während sich der andere schon um die Compression bei den Vocals kümmert usw.

Die zweite Staffel ist durch, und auch das zweite Album ist erschienen. Woran arbeitet ihr im Moment?

Zurzeit laufen die Proben für die Weihnachtsshow, die dieses Jahr in einer alten Hütte in Ellmau aufgezeichnet wird. Das ist von der Akustik her wieder ganz anders als in Südafrika, aber genauso großartig. Und auch hier geht es eigentlich nur um eins: die Suche nach der Gänsehaut.

Pro Tools | First

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Komponieren, Aufnehmen, Editieren und Mixen – und das alles mit Pro Tools | First, der kostenlosen Version der führenden DAW.

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Avid auf der SAE Alumni Convention

Das Engagement im Ausbildungsbereich und das Heranführen von Studenten an Technologien und Techniken, die in der Musik- und Filmproduktion zum Einsatz kommen ist für Avid ein wichtiges Anliegen. Daher ist Avid seit vielen Jahren Stammgast auf der jährlichen SAE Alumni Convention. Präsentiert werden dabei neben den neusten Audio- und Videoprodukten auch wieder prominente Gastredner, die über den Einsatz von Avid-Lösungen in aktuellen Musik- und Filmproduktionen berichten.

Der Bereich Audio ist dabei im „Studio 6″ zu finden, die Video-Enthusiasten mit dem Media Composer am Stand A6. Und wie immer lautet das Motto „Hands on“: Alle vorgestellten Lösungen können selbst ausprobiert werden.

Marek Pompetzki berichtet über die Produktion von Sidos Hit-Single Astronaut

Im „Studio 6“ zeigt Avid, wie moderne Musikproduktionen funktionieren – vom Komponieren und Aufnehmen mit Pro Tools 12 und virtuellen Instrumenten über Partituren schreiben mit Sibelius bis hin zum professionellen Mixing mit Pro Tools | S3 und dem Flaggschiff Pro Tools | S6. Darüber hinaus wird es in der Avid-Suite regelmäßige Workshops zum Praxiseinsatz von Pro Tools geben.

Ein Highlight im Bereich Audio ist der Workshop von Marek Pompetzki am Donnerstag, den 22.10. um 15:15 Uhr, der Interessierte in die Produktion des aktuellen Sido-Albums samt der Nr. 1 Hitsingle „Astronaut“ mit Pro Tools mitnimmt.

Das Editing von Til Schweigers Honig im Kopf ist das Thema von Constantin von Seld

Aber auch der Bereich Video ist alles andere als untätig: Am Stand A6 im Atrium gibt Produktspezialist Dirk Weinreich wertvolle Tipps zum Einsatz von Avid Media Composer und anderen Video-Lösungen von Avid. Besonders interessant ist der von ihm am Donnerstag, den 22.10 um 15:45 Uhr gehaltene Workshop über die Postproduktion eines Werbeclips für den Bugatti Veyron. Ein weiteres Highlight ist der Workshop am Donnerstag, den 22.10. um 11:00 Uhr, bei dem Constantin von Seld über den Schnitt und die Zusammenarbeit mit Til Schweiger bei „Honig im Kopf“, dem erfolgreichsten deutschen Film 2014, berichtet.

Abgerundet werden die Aktionen im Bereich Audio durch die bewährten Avid-Partner: Am Stand von M&T (Musik&Technik) kann man nicht nur die aktuellen Pro Tools-Produkte, sondern auch das Gitarren-Tool Eleven Rack selber ausprobieren. Wer gerade über die Anschaffung von Pro Tools nachdenkt, sollte nicht die aktuellen Bundle-Aktionen mit Fast Track Solo/Duo und Pro Tools verpassen. Und zu gewinnen gibt es auch etwas: Gemeinsam mit M&T verlost Avid wertvolle Preise, die man direkt auf der Convention mitnehmen kann. Teilnahmekarten gibt es in den Welcome-Packs sowie an den Ständen von  Avid und M&T.

Gucken, ausprobieren, austauschen, schlauer wieder nach Hause gehen – kommen Sie vorbei!

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Großes Kino in den Konken Studios

Die Konken Studios in Hamburg sind eine der renommiertesten Adressen für TV- und Kinomischungen in Deutschland. Vom „Kleinen Arschloch“ in den 1990er Jahren bis zur aktuellen Staffel der TV-Serie „Weissensee“ wurden hier die Tonmischungen unzähliger großer und kleiner Film- und Fernsehproduktionen in Europa und der ganzen Welt durchgeführt. Seit fast 30 Jahren leitet Stephan Konken die nach ihm benannten Studios – und das sehr erfolgreich: Er konnte durch seine besonderen Vertonungsarbeiten bereits „Nika“- und „Golden Eagle-Awards“ mit nach Hause nehmen und wurde auch für den „Amanda-Award“ nominiert. Gerade wurde der Film „GETT“ für den „Golden Globe“ nominiert (Mischung: Stephan Konken )

Doch auch die Konken Studios mussten sich den veränderten Rahmenbedingungen großer Film- und Fernsehproduktionen anpassen: Knappere Budgets und immer kürzere Deadlines sowie immer mehr Umschnitte noch während der Mischung führten dazu, dass die altgediente AMS Neve DFC Konsole nicht mehr zeitgemäß war und gegen ein modernes Pro Tools | S6 System ausgetauscht wurde. Wir haben Stephan Konken gebeten, über seinen Workflow und die ersten Erfahrungen mit Pro Tools| S6 zu berichten.

Zeit für was Neues

„Ich hatte schon seit längerer Zeit darüber nachgedacht, meine AMS-Neve DFC-Konsole zu ersetzen. Für meine Produktionen brauche ich ein Werkzeug, das flexibel im Umgang mit angelieferten Projekten funktioniert, leistungsstark und wartungstechnisch modern durchdacht sowie universell einsetzbar ist. Die alte Konsole hatte mir 15 Jahre lang gute Dienste geleistet, die Tonqualität war nach wie vor super, aber die Arbeitsweise schien mir insgesamt nicht mehr zeitgemäß.

Die S6 kristallisierte sich schnell eine spannende Option heraus, im ersten Schritt wollte ich aber testen, ob sie auch wirklich meine Anforderungen erfüllt. Nach vielen Telefonaten und Überlegungen habe ich mich dann im Frühjahr 2014 zusammen mit SMM an die Konzeption gemacht. Wir haben alle Aspekte einer TV- und Kinomischung durchgespielt und verschiedene Workflows erstellt. Im Mai haben Mike Hofer und ich dann fünf Tage lang die kritischen Punkte an einer Demo-Konsole durchleuchtet. Am Ende war mir klar, dass die S6 eine große Umstellung meiner Arbeitsweise bedeuten würde, aber auch viele große Vorteile mitbringen kann. Das war für mich der ausschlaggebende Punkt. Somit konnte SMM im Dezember 2014 zwei neue Pro Tools-HDX-Systeme inklusive einer 24-Fader-S6 in unserer Regie installieren.“

Behind the Scenes – Video-Interview mit Stephan Konken

Der erste Härtetest

„Jetzt, einige Monate und Filme später, habe ich mich eingearbeitet und richtig Spaß mit der Konsole. Ich habe schon recht schnell nicht mehr über die Oberfläche nachgedacht. Durch den ergonomischen Aufbau der S6 konnte ich mich schnell im Setup zurechtfinden und hatte trotz Umgewöhnung innerhalb kurzer Zeit das altgewohnte Arbeitstempo wieder erreicht.

Der erste Stresstest für die S6 kam mit der Produktion der dritten Staffel der TV-Serie „Weissensee“. Mit mehr als 80 reinkommenden Spuren und insgesamt ca. 150 Kanälen war ich hier wirklich auf einen funktionierenden Workflow angewiesen. Zuerst dachte ich, dass ich mehr Fader oder Joysticks benötige. Das hat sich aber schnell als Trugschluss herausgestellt. Mit dem Touchscreen kann ich richtig gut arbeiten. Die Wellenformdarstellung direkt über dem Kanalzug gefällt mir besonders gut – man löst sich gewissermaßen von dem konstanten Blick auf das Edit – Fenster und kann sich auf den Mix an der Konsole konzentrieren. Überhaupt ist die Verknüpfung von Pro Tools und der S6 eines der größten Argumente für den Umstieg – das Zusammenspiel funktioniert unglaublich intuitiv.“

“Überhaupt ist die Verknüpfung von Pro Tools und der S6 eines der größten Argumente für den Umstieg – das Zusammenspiel funktioniert unglaublich intuitiv.”

Stephan Konken

Alte Gewohnheiten, neue Effizienz

„Ich habe zunächst mein Setup so aufgebaut, wie ich es von meiner alten Konsole gewohnt war. Bei der alten Konsole musste ich mit dem Stuhl immer hin- und herfahren, um alle Fader bedienen zu können, durch das Konzept der S6 sitze ich jetzt erfreulicherweise immer im Sweetspot. Die Knöpfe haben bei der Umstellung auf die S6 recht klein gewirkt, sind aber gut beleuchtet und somit auch in der typischen dunklen Kinomischung gut interpretierbar. Momentan überlege ich, ob 8 weitere Fader mit fest zugeteilten Spuren für mich sinnvoll wären, ich würde dort meine Masterregler unterbringen. Die Vorstellung, dass ich meine S6 durch das modulare Konzept auf zukünftige Anforderungen und Arbeitsweisen anpassen kann, gefällt mir ungemein.

Wenn ich ein neues Projekt starte, gehe ich im ersten Schritt immer von meinem Master-Setup aus. Ich nutze es als Ausgangspunkt für jeden neuen Job und passe es dann an. Die Eingänge werden zunächst auf Gruppen aufgeteilt und filmtypisch nach O-Tönen, Foleys, Atmos, Effekten und Musik auf entsprechende Stems geroutet. Dazu gibt es für internationale Produktionen noch Parallelspuren, zum Beispiel für Variationen der O-Töne. Die Hall-Returns werden ebenfalls den Stems zugeordnet.

Einige Plugins sind bei Filmprojekten fast unverzichtbar. Ich nutze oft PhoenixVerb, iZotope Ozone und Insight, beim Limiter oder Multi-Band-Compressor setze ich auf die Avid-Pro-Plugins, weil ich damit sehr gute Ergebnisse erziele. Die Plugins lege ich gerne auf den Touchscreen, um sie dort direkt ansteuern zu können. Außerdem nutze ich für viele Effekte den Expand Mode, da ich so zum Beispiel beim Master Limiter den Input Gain direkt an den Potis der einzelnen Kanalzüge regeln kann. Als Workstations kommen Mac Pros mit HDX-Karten zum Einsatz, als Recorder nutze ich den aktuellen Mac Pro mit einem HD Native System.“

Immer das Ganze im Blick

„Unabhängig von der Technik sind für mich drei Faktoren wichtig für eine gute Tonmischung – die Verständlichkeit von Dialogen, das Erzeugen von klar abgegrenzten Räumlichkeiten und ein in sich schlüssiges, homogenes Gesamtbild der Töne. Den aktuellen Film haben wir im Format 7.1 gemischt, wobei ich immer darauf geachtet habe, das Panning sehr subtil einzusetzen, da es der Handschrift des Films am ehesten gerecht wurde.

Wir haben in den Konken Studios auf jeden Fall sehr von der Umstellung auf die S6 profitiert und wir sind gut für die Zukunft und Veränderungen der Branche aufgestellt. Auch wenn ich die alte DFC noch in einer Ecke des Studios stehen habe, bin ich bisher noch nicht in die Verlegenheit gekommen, über eine Rückinstallation nachzudenken.“

Behind the Scenes – Mischen mit Pro Tools | S6 in den Konken Studios

Pro Tools | S6

Mixing Redefined

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