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Avid-Panel bei den Medientagen München: Produzieren in der Cloud – Fakt oder Fiktion?

Alle reden von der Cloud. Wie weit aber hat sie schon Einzug in den Produktionsalltag gehalten? Was ist machbar, was noch Zukunftsmusik? Wo liegen die Herausforderungen, wo die Chancen? Wie sieht es mit der Datensicherheit aus? Was wünschen sich Profis der Branche für die Zukunft? All das diskutierten die Teilnehmer des von Avid veranstalteten Panels „Produzieren in der Cloud – Fakt oder Fiktion?“ bei den Medientagen in München. Teilnehmer der Podiumsdiskussion waren:

  • Michael Vitzthum, Inhaber NHB, Hamburg – Berlin – Düsseldorf
  • Axel Stüber, Head of CBC Cologne Broadcasting Center, Niederlassung München
  • Tobias Schwahn, ZDF, Strategische Planung und Innovation
  • Christel Jaekel, Presales AVID, Consulting und Workflow
  • Moderation: Thomas Aigner, Geschäftsführer AignerMEDIA

„Die Vision, dass man Materialien direkt vom Set im Schnitt verfügbar hat, ist bereits heute Realität für aktuelle Produktionen.“

—Tobias Schwahn

Thomas Aigner beleuchtete dabei in seiner Anmoderation nicht nur den Stand der Dinge, sondern skizzierte auch mögliche Zukunftsszenarien, die zum Teil im Produktionsalltag schon gelebt werden: „Die Vision, dass man Materialien direkt vom Set im Schnitt verfügbar hat, ist bereits heute Realität für aktuelle Produktionen“, sagt Tobias Schwahn vom ZDF. „Wir übertragen die Materialien zum Teil direkt von den Drehorten, sofern die Netze verfügbar sind. Das klappt noch nicht in der Breite, aber bei immer mehr Produktionen; teilweise wird auch vom Handy direkt in unser Kundenmanagement-System in Mainz gestreamt, und dann ist das Material für alle Standorte verfügbar. In Mainz können die Kollegen sofort damit schneiden, weil das High-Res-Material dann direkt auf den Speichern vorliegt. Wenn die Außenstudios allerdings damit arbeiten wollen, dann müssen die sich das erst übertragen. Das ist eine Quasi-Cloud-Produktion, d.h. ich kann mir das Material aus dem zentralen CMS abholen oder zuschicken lassen, aber nicht direkt darauf zugreifen und direkt mit dem Material schneiden – und das wäre für mich der nächste Schritt.“

Auch bei CBC ist man auf einem ähnlichen Weg, indem Signale von anderen Standorten direkt in das Playout geliefert werden. Bei NHB, spezialisiert auf Werbung, überwiegt dagegen zurzeit noch das Remote-Editing – das liegt aber vor allem an den sehr großen Datenvolumen in einer Auflösung von 6 oder 8K, die vor allem beim Rotoscoping anfallen. Trotzdem sieht Michael Vitzthum die Zukunft der Branche in der Cloud: „Ich glaube, dass wir das in 10 Jahren, vielleicht auch schon in fünf, so machen. Punkt.“

Auch Christel Jaekel von Avid ist bewusst, dass das Uploaden großer Datenmengen noch ein Problem darstellt – deshalb hat Avid jetzt, nicht zuletzt auf Kundenwunsch hin, angefangen, eine komplette Produktionsumgebung in der Microsoft Cloud Azure als Testsystem aufzusetzen. „Wir sind aber hier für alles offen“, unterstreicht sie.

„In der aktuellen Ausbaustufe sehe ich die einfacheren Freigabe-Prozesse mit Intermediates als die absolute Stärke.“

— Axel Stüber

Dass die „Cloudisierung“ kommt, darüber sind sich alle trotz Problemen beim Thema Datensicherheit z.B. in Public Clouds oder Datenvolumen einig. „In der aktuellen Ausbaustufe sehe ich die einfacheren Freigabe-Prozesse mit Intermediates als die absolute Stärke“, so Axel Stüber. Auch wenn die Cloud beim Thema Kosten, Schnelligkeit, Flexibilität und nicht zuletzt auch Umweltfreundlichkeit punkten kann, bringt es Tobias Schwahn dann doch auf eine simple Formel: „Am Ende geht es mir um das Produkt, und wie jemand das herstellt, ist mir in letzter Konsequenz egal“. Content ist und bleibt also King.

Die gesamte Diskussion finden Sie hier als Video.

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Hocheffizient und durchgängig: Wie die MCS GmbH Thüringen mit Avid ihre Postproduktion optimierte

Nicht verzagen, Avid fragen – das dachte sich auch die MCS GmbH Thüringen, Medienpartner für Fernsehen, Film und Hörfunk in Mitteldeutschland. Um die Abläufe im Bereich Postproduktion so effizient wie möglich zu gestalten, wandte sich die MCS an seinen langjährigen technischen Partner Avid. Das Resultat: ein optimierter Workflow und bessere Anbindung an externe Netzwerke.

 

Technisches Update? Avid!

Die MCS Thüringen steht für anspruchsvolle Filmproduktionen, Reportage- und Magazinsendungen, weshalb ihr neben der ARD, dem ZDF und dem MDR viele weitere Produktionsfirmen ihre Content-Produktion anvertrauen. Die vorhandene Infrastruktur allerdings wurde den gestiegenen Anforderungen an schnelle, effiziente und vor allem kollaborative Workflows nicht mehr gerecht. Es mangelte an Möglichkeiten zum externen Datenaustausch, der Speicherplatz war unzureichend, der Zugriff auf externe Inhalte kaum möglich und die notwendige Verbindung zum regionalen Sendenetzwerk der ARD konnte aufgrund von überholten Infrastrukturen nicht gewährleistet werden. Um weiterhin zuverlässig hohe Qualität liefern zu können, entschied sich MCS deshalb zu einem umfassenden Update der bestehenden Avid-Produktionsumgebung.

Gemeinsam mit einem Avid-Team wurde analysiert, was für einen integrierten und effizienten Workflow nötig war. Dazu gehörten die Erhöhung von Speicherkapazität und Bandbreite sowie ein verbesserter End-to-End-Workflow inklusive P2-Ingest für Journalisten, nahtlos integriert in die bestehende Infrastruktur mit ISIS, Interplay und 17 Media Composer-Lizenzen.

 

Mit neuem Setup zu optimierter Produktion und Datenaustausch

Gesagt, getan: Mit der MediaCentral Platform sowie einem Upgrade des existierenden Systems wurde eine Lösung gefunden, die den Anforderungen von MCS vollständig gerecht wird. Die Speicherkapazität ist nun skalierbar und hat sich dank des Upgrades von vier ISIS I 7500 von 32GB auf jeweils 64GB verdoppelt, zusätzlich wird jetzt ein weiteres ISIS I 7500 mit 64GB genutzt. Der P2 Ingest erfolgt über den Media Director, der als Broadcast Management Service dient.

„Von dem durchgängigen und hocheffizienten Postproduktionsprozess profitieren nicht nur wir, sondern auch unsere Kunden.“

—Ralf Bundrock

„Der neue Speicher ermöglicht höhere Bandbreiten und wir sind damit in der Lage, den neuen Anforderungen unserer Kunden gerecht zu werden. Die geplante Anbindung des Content Management Systems der Redaktion ist jetzt unser nächster Schritt“, so Ralf Bundrock, Geschäftsführer bei MCS. „Von dem durchgängigen und hocheffizienten Postproduktionsprozess profitieren nicht nur wir, sondern auch unsere Kunden.“ Das Fazit? Erfolg auf ganzer Linie.

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HDR-Support und viele neue Funktionen mit Media Composer 8.5

Der neue Media Composer 8.5 ist auf dem Markt und steckt voller neuer Funktionen, die jeden Editing-Workflow bereichern werden. Bestehende Media Composer-Kunden, die über ein Abonnement, eine Dauer- oder Floating-Lizenz mit einem aktiven Upgrade & Support-Plan verfügen, können die neue Version kostenlos herunterladen.

In diesem Beitrag geben wir Ihnen einen Überblick über die neuen Features im Media Composer 8.5.

High Dynamic Range (HDR)-Unterstützung

Media Composer unterstützt jetzt auch HDR-Farbräume. Dank höherem Kontrast und besseren Farbwerten können realistischere, dramatischere Bilder mit detailreicherer Belichtung realisiert werden. Außerdem ist jetzt die Benutzung von Dolby Vision, Sony S-Log3, BBC/NHK und ACES-Profilen möglich. Für die Arbeit in einem HD-Projekt empfiehlt Avid die Benutzung von CNxHD444 und HQX, weil diese mit einer Auflösung von 10 Bit arbeiten. Wird eine größere Auflösung als HD verwendet, bieten sich DNxHR444 und HNxHQX mit einer Auflösung von 12 Bit an.

Vereinfachte Menüführung

Das Menü des Media Composers wurde neu gestaltet – viele Menüpunkte sind jetzt einfacher zu erreichen. Außerdem wurden der Bin, die Timeline sowie die Kontext- und Schnellauswahlmenüs umgestaltet. Im What’s New Guide (Englisch) erhalten Sie einen Überblick, welche Elemente sich verändert haben und wo die umsortierten Menübefehle jetzt zu finden sind.

Timeline-Editing mit gutem Überblick

In der neuen Version sind Segmente im Trim- oder Segment-Modus noch klarer erkennbar, wenn sie hin- und hergeschoben werden. Wenn man einen Clip greift und verschiebt, ist dieser transparent, sodass die anderen Elemente auf der Timeline noch gut sichtbar sind. Wenn die Wellenformen angezeigt werden, bleiben diese ebenfalls sichtbar, was die Clipanordnung deutlich vereinfacht.

Audiospuren in die Timeline einfügen

Audiospuren können jetzt durch simples Ziehen in die Timeline hinzugefügt werden. Die Clips können in der Timeline vertikal hin- und hergeschoben werden – sobald der Clip losgelassen wird, wird automatisch eine neue Spur erstellt.

Trimming mit eingeschaltetem Sync Lock

Mit dieser neuen Funktion können Sync Roller für Spuren eingeschaltet werden, bei denen die Sync-Funktion gesperrt ist. Zuvor musste erst der Trimming-Vorgang beendet werden, um den aktuellen Stand des Sync zu prüfen. Wird in der neuen Version mit dem Single Roller Trim gearbeitet, erhält jede Spur einen grauen oder gelben Roller. Der graue Roller erscheint, wenn sich direkt unter dem ausgewählten Segment ein weiteres befindet, der gelbe erscheint auf der linken Seite des nächsten Segments, wenn sich unterhalb des ausgewählten Rollers ein Füller befindet.

Trimming-Clips verändern

Im Media Composer sind jetzt Indikatoren für das „Ende eines Trims“ integriert. Diese zeigen an, wenn keine weiteren Medien vorhanden sind oder der nächste Schnitt überlappt wird. Durch diese neuen Indikatoren erkennt man sofort, an welchem Track- oder Schnittpunkt man stoppen würde, wenn man noch weiter trimmt. Außerdem verdeutlichen Häkchen jetzt die Bewegung des ursprünglich gekürzten Abschnitts.

Hinzufügen mehrerer und eigener Spalten zu einem Bin

Die gewohnten Spaltenbeschriftungen können jetzt um eigene Spalten ergänzt werden, in denen Informationen über die Clips und Sequenzen hinterlegt werden können. Werden mehrere Spalten zum Bin hinzugefügt, erscheint die Auswahl rechts neben der ausgewählten Spalte. Wird keine Spalte ausgewählt, werden die Spalten ganz rechts im Bin hinzugefügt.

Aktualisierte Effektpalette

Die Effektpalette wurde verbessert, um Filtereffekte schneller und einfacher zugänglich zu machen. Die Effekte sind jetzt in zwei Kategorien für Video- (Filter und Übergänge) sowie zwei Kategorien für Audioeffekte (Clip- und Spuren-Effekte) sortiert. Mit der „Quick Find“-Funktion können spezielle Effekte schneller herausgesucht werden.

Gerenderte Effekte erkennen

Die Identifizierung von Medien mit gerenderten Effekten ist jetzt noch einfacher. Mit dem Media-Werkzeug können gerenderte Effekte in vorberechneten Clips von vorberechneten Masken- und Stanzclips getrennt werden. So können Medien mit gerenderten Effekten leichter gelöscht werden. Außerdem können die vorberechneten Clips mit gerenderten Effekten auch separat im Bin dargestellt werden, wenn diese Option gewählt wird.

FrameFlex Rotation

Mit FrameFlex können die Rahmenbegrenzung und damit Bilder rotiert werden – und das ganz nach Lust und Laune durch den Z-Rotation-Slider. In der Timeline können diese Anpassungen außerdem mit dem Effekteditor animiert werden. Die Änderungen werden in den Metadaten der Clips festgehalten und so auch in andere Anwendungen übernommen.

Neuer Media Cache

Alle abgespielten Frames werden, zusammen mit den dazugehörigen Effekten, jetzt im RAM gecached. Deshalb findet sich in den Media Cache-Einstellungen jetzt auch ein Tab für den Videospeicher, in dem der Videospeicher für die Anwendung verteilt werden kann. Außerdem kann der Frame Cache für interaktive Videos eingeschaltet werden, wodurch nicht jeder Frame jedes Mal von neuem geladen werden muss, wenn er benötigt wird. Das Ergebnis: Der Workflow wird insgesamt deutlich schneller.

Verbesserte Werkzeugauswahl für die Audio-Mischung

Im Audio-Mixer können durch neue, dreieckige Schaltflächen jetzt die Parameter bestimmt werden, die dargestellt werden sollen. Durch einen Klick kann man in der Sidebar die Spuren aus- und einblenden, die man benötigt. Mit einem Klick auf die Spaltenüberschrift lassen sich die Spuren nach dem entsprechenden Parameter der Spalte sortieren. Mit einem Klick auf die erste Spaltenüberschrift erhalten Sie einen geordneten Überblick über die Tracks, die freigegeben sind. Drücken Sie die # Spalte, um die Tracks nach Nummern zu sortieren. Klicken Sie auf die Track Spalte, um nach Track-Labels zu sortieren (falls verwendbar).

Weitere neue Features

Unterstützung von Windows 10 und OS X El Capitan

Media Composer kann jetzt auch unter den Betriebssystemen OS X 10.11 (El Capitan) und Windows 10 genutzt werden.

64 Audiospuren

Mit der neuen Version können bis zu 64 Audiospuren in einer einzelnen Sequenz verwendet werden – 250% mehr als in der Vorversion. Das Limit sind 64 Voices – mögliche Kombinationen sind daher:

  •  64 Monospuren = 64 Voices
  • 10 5.1-Spuren + 4 Monospuren = 64 Voices
  • 8 7.1-Spuren = 64 Voices

Einstellungsdialoge im Projektfenster öffnen

Um die Einstellungen in einer Dialogbox zu öffnen braucht man jetzt keine Maus mehr. Es reicht, den ersten Buchstaben der gesuchten Einstellung zu tippen, zum gewünschten Feld zu scrollen und den entsprechenden Dialog zu öffnen.

Projektformat-Presets verwalten

Benutzerdefinierte Rasterformate, die in den Projektformaten angelegt wurden, können jetzt verändert oder gelöscht werden. Um die Presets zu verändern, muss man den „Presets verwalten“-Button in der Projektdialogbox anklicken. Anschließend kann man im Presetmanager ein Preset auswählen und die Werte beliebig verändern. Außerdem kann man dem Dialog weitere Presets hinzufügen oder bestehende löschen.

Hintergrundfarbe des Projektfensters oder der Timeline ändern

Um die Hintergrundfarbe zu ändern, muss man im Einstellungs-Tab im Projektfenster die Oberflächeneinstellungen öffnen. Man kann den Hintergrund der Timeline und des Projektfensters öffnen und dann eine neue Farbe wählen. Möchten Sie auch den Hintergrund des Projektfensters ändern, wählen Sie auf „Benutzerdefinierten Hintergrund verwenden“ und suchen dort eine Farbe aus.

Schriftart und –Größe für Bin und Projekt verändern

Über das Einstellungsmenü können die Schriften der Projekte und des Bin jetzt beliebig angepasst werden. Das ist besonders nützlich, wenn Sie Projekte und Bins mit anderen Nutzern gemeinsam bearbeiten oder aber systemübergreifend gearbeitet wird – die gewünschte Schriftart und -Größe bei der Arbeit mit dem Laptop entspricht möglicherweise nicht der eines Desktop-Rechners.

Clips anhand der Wellenformanalye gruppieren

Neben den IN- und OUT-Punkten sowie dem Timecode können Clips jetzt auch anhand der Wellenformanalyse gruppiert werden. Der Media Composer analysiert die Wellenformen der ausgewählten Clips und legt daraufhin einen Gruppenclip an.

Verbesserter Timecode Burn-In-Effekt

In den bisherigen Versionen startete der Timecode Burn-In-Effekt immer bei Frame 0. Der Burn-In-Effekt bietet jetzt auch die Möglichkeit, bei Frame 1 zu starten. Außerdem kann ein Framezähler eingeblendet werden, der den Effekt in Fuß und Frames zählt (35mm 4perf).

Gleicher Spaltentext für verschiedene Elemente

In den Frame Count Start, DPX und Ink Number-Spalten kann jetzt der gleiche Text für verschiedene Elemente genutzt werden. Das ist zum Beispiel sinnvoll, wenn mehreren Elementen im Bin der gleiche Frame Count Start hinzugefügt werden soll. Dafür müssen lediglich die Elemente im Bin ausgewählt werden, denen der gleiche Text hinzugefügt werden soll. Mit einem Rechtsklick auf die Spalte kann der Spaltenname für die gewählten Clips festgelegt werden.

Broadcast Wave Files verlinken und importieren

Das Verlinken und Importieren von Broadcast Wave Files wurde mit dem neuen Release verbessert. Der Anfang von importierten oder verlinkten Audioclips wird jetzt nicht mehr abgeschnitten.

Verbessertes Sortierungslayout

Das Layout der 7.1-Spurensortierung wurde mit der neuen Version verbessert – Das beinhaltet auch die Interoperabilität mit Pro Tools. Die Reihenfolge für 7.1 EXT ist: Left, Right, Middle, Low Frequency Enhancement, Left Rear, Right Rear, Left Side Center, Right Side Center. Für SMPTE-DS (nach SMPTE Standard 428) ist die Reihenfolge: Left, Right, Middle, Low Frequency Enhancement, Left Side Center, Right Side Center, Left Rear, Right Rear.

Jetzt bestellen

Media Composer ist über den Web Store oder über offizielle Reseller erhältlich.
Die neue Version des Media Composer ist ab sofort im Avid Store erhältlich. Bestehende Media Composer-Kunden mit einem aktiven Upgrade & Support-Plan oder einem Abonnement können die neue Version kostenlos herunterladen.
Wenn Ihr System keine Internetverbindung hat, können Sie die aktuelle Version einfach über das Video Download Center mit Ihrem Avid-Account herunterladen. Weitere Informationen finden Sie im ReadMe und im What’s New Guide auf der Dokumentationsseite.

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Am runden Tisch: Experten im Gespräch beim Medien Bulletin

Never change a winning team: Nach dem großen Erfolg des ersten gemeinsamen Expertenevents veranstalteten Avid und Medien Bulletin  kürzlich zum zweiten Mal einen Executive Roundtable, dieses Mal zum Thema Content-Management und Monetarisierung – Wege zum Erfolg.

Wie auch beim letztjährigen Event war das Panel hochkarätig besetzt:

  • Bertram Bittel (Direktor Technik und Produktion, SWR)
  • Ernst Feiler (Head of Technology, Ufa Serial Drama)
  • David Kratz (Mitglied der Geschäftsleitung Beta Film)
  • Sophie Lersch, (Chief Product Officer Services, SES)
  • Charles Perry (Head of Media Management, Sky DE)
  • André Prahl (Bereichsleiter Programmverbreitung, CBC)
  • Thomas Urban (Leiter System- und Infrastrukturplanung, ZDF) und
  • Robert Zeithammel (Leiter Medienproduktion, Plazamedia)

stellten das fachkundige Gremium.

Komplettiert wurden sie durch Jan Lange (Sales Director, Avid Central EMEA), Joachim Bause (Regional Manager, D/CH Avid), Jochen Pielage (Managing Director, Avid Deutschland) und natürlich Eckhard Eckstein, Chefredakteur Medien Bulletin, als Moderator.

MediaCentralPlatform: Betriebssystem für die Medienindustrie

Den Einstieg in die Diskussion lieferte ein Impulsvortrag von André Prahl, der zu dem Schluss kam, dass die Komplexität technischer Herausforderungen immer weiter zunimmt. Seine Kernbotschaft: Wettbewerbsfähig bleibt man nur dann, wenn man auf Multiscreen-Distribution setzt. Daraus entwickelte sich eine angeregte Diskussion der Teilnehmer, bei der es unter anderem um die Vor- und Nachteile von Cloud-Lösungen, die Besonderheiten beim Metadaten-Management ging sowie die Vermarktungsmöglichkeiten im Internet ging. Einig waren sich die Teilnehmer, dass man seinen Kunden noch besser zuhören muss, um ihre Bedürfnisse zu erkennen und die Produktentwicklung dementsprechend voranzutreiben. Dieser Gedanke steckt auch hinter der MediaCentral Platform von Avid, die Jochen Pielage als „Betriebssystem für die Medienindustrie“ definierte, die Kunden die Möglichkeit bietet, sich anbieterunabhängig für die am besten passende Lösung zu entscheiden. „Alle Teilnehmer des Roundtablegesprächs von Medien Bulletin sehen in der neuen Medienwelt mehr oder weniger die gleichen Herausforderungen und Chancen“, erklärte Pielage in einem Interview mit Eckhard Eckstein, das in voller Länge hier zu sehen ist.

In der richtigen Richtung unterwegs

Heiß diskutiert wurde auch das sehr aktuelle Thema Metadaten-Management. Am Beispiel der Fußball-WM erläuterte Bertram Bittel, wie wichtig die Vorab-Planung der Metadaten ist, denn nur dann ist gewährleistet, dass man während des Events und danach den Content schnell und effizient wiederfindet. Am Ende des fast zweistündigen konstruktiven Meinungsaustauschs stand für die Teilnehmer die Erkenntnis, dass die Branche sich in die richtige Richtung bewegt. So ist Thomas Urban vom ZDF der Meinung, dass ein gutes Content-Management-System die Grundlage dafür ist, dass Journalisten erfolgreich plattformübergreifend arbeiten können. Wichtig ist dabei für ihn, dass sich Journalisten dabei auf den Content fokussieren können und sich keine Gedanken über die Technik machen müssen. Während David Kratz sich wegen der NSA-Problematik klar gegen die Nutzung amerikanischer Cloud-Anbieter aussprach, hatten sowohl Robert Zeithammel als auch Ernst Feiler das Gefühl, dass nicht nur ihr Unternehmen, sondern auch die Branche Rückenwind bekommen hat – und das auch dank der Initiative von Avid.

Ernst Feiler, Ufa, und David Kratz, Beta Film

Thomas Urban, ZDF

Charles Perry, Sky

Natürlich berichtete auch der Medien Bulletin in Text und Videos ausführlich über die Veranstaltung:

Interview mit Andre Prahl: http://mebucom.de/news-detail/event/metadaten-fuer-eine-effizentere-produktionslandschaft.html

Interview mit Ernst Feiler: http://mebucom.de/news-detail/event/neue-skills-fuer-neue-produzenten.html

Den ganzen Artikel gibt es als PDF hier zu lesen.




Großes Kino in den Konken Studios

Die Konken Studios in Hamburg sind eine der renommiertesten Adressen für TV- und Kinomischungen in Deutschland. Vom „Kleinen Arschloch“ in den 1990er Jahren bis zur aktuellen Staffel der TV-Serie „Weissensee“ wurden hier die Tonmischungen unzähliger großer und kleiner Film- und Fernsehproduktionen in Europa und der ganzen Welt durchgeführt. Seit fast 30 Jahren leitet Stephan Konken die nach ihm benannten Studios – und das sehr erfolgreich: Er konnte durch seine besonderen Vertonungsarbeiten bereits „Nika“- und „Golden Eagle-Awards“ mit nach Hause nehmen und wurde auch für den „Amanda-Award“ nominiert. Gerade wurde der Film „GETT“ für den „Golden Globe“ nominiert (Mischung: Stephan Konken )

Doch auch die Konken Studios mussten sich den veränderten Rahmenbedingungen großer Film- und Fernsehproduktionen anpassen: Knappere Budgets und immer kürzere Deadlines sowie immer mehr Umschnitte noch während der Mischung führten dazu, dass die altgediente AMS Neve DFC Konsole nicht mehr zeitgemäß war und gegen ein modernes Pro Tools | S6 System ausgetauscht wurde. Wir haben Stephan Konken gebeten, über seinen Workflow und die ersten Erfahrungen mit Pro Tools| S6 zu berichten.

Zeit für was Neues

„Ich hatte schon seit längerer Zeit darüber nachgedacht, meine AMS-Neve DFC-Konsole zu ersetzen. Für meine Produktionen brauche ich ein Werkzeug, das flexibel im Umgang mit angelieferten Projekten funktioniert, leistungsstark und wartungstechnisch modern durchdacht sowie universell einsetzbar ist. Die alte Konsole hatte mir 15 Jahre lang gute Dienste geleistet, die Tonqualität war nach wie vor super, aber die Arbeitsweise schien mir insgesamt nicht mehr zeitgemäß.

Die S6 kristallisierte sich schnell eine spannende Option heraus, im ersten Schritt wollte ich aber testen, ob sie auch wirklich meine Anforderungen erfüllt. Nach vielen Telefonaten und Überlegungen habe ich mich dann im Frühjahr 2014 zusammen mit SMM an die Konzeption gemacht. Wir haben alle Aspekte einer TV- und Kinomischung durchgespielt und verschiedene Workflows erstellt. Im Mai haben Mike Hofer und ich dann fünf Tage lang die kritischen Punkte an einer Demo-Konsole durchleuchtet. Am Ende war mir klar, dass die S6 eine große Umstellung meiner Arbeitsweise bedeuten würde, aber auch viele große Vorteile mitbringen kann. Das war für mich der ausschlaggebende Punkt. Somit konnte SMM im Dezember 2014 zwei neue Pro Tools-HDX-Systeme inklusive einer 24-Fader-S6 in unserer Regie installieren.“

Behind the Scenes – Video-Interview mit Stephan Konken

Der erste Härtetest

„Jetzt, einige Monate und Filme später, habe ich mich eingearbeitet und richtig Spaß mit der Konsole. Ich habe schon recht schnell nicht mehr über die Oberfläche nachgedacht. Durch den ergonomischen Aufbau der S6 konnte ich mich schnell im Setup zurechtfinden und hatte trotz Umgewöhnung innerhalb kurzer Zeit das altgewohnte Arbeitstempo wieder erreicht.

Der erste Stresstest für die S6 kam mit der Produktion der dritten Staffel der TV-Serie „Weissensee“. Mit mehr als 80 reinkommenden Spuren und insgesamt ca. 150 Kanälen war ich hier wirklich auf einen funktionierenden Workflow angewiesen. Zuerst dachte ich, dass ich mehr Fader oder Joysticks benötige. Das hat sich aber schnell als Trugschluss herausgestellt. Mit dem Touchscreen kann ich richtig gut arbeiten. Die Wellenformdarstellung direkt über dem Kanalzug gefällt mir besonders gut – man löst sich gewissermaßen von dem konstanten Blick auf das Edit – Fenster und kann sich auf den Mix an der Konsole konzentrieren. Überhaupt ist die Verknüpfung von Pro Tools und der S6 eines der größten Argumente für den Umstieg – das Zusammenspiel funktioniert unglaublich intuitiv.“

“Überhaupt ist die Verknüpfung von Pro Tools und der S6 eines der größten Argumente für den Umstieg – das Zusammenspiel funktioniert unglaublich intuitiv.”

Stephan Konken

Alte Gewohnheiten, neue Effizienz

„Ich habe zunächst mein Setup so aufgebaut, wie ich es von meiner alten Konsole gewohnt war. Bei der alten Konsole musste ich mit dem Stuhl immer hin- und herfahren, um alle Fader bedienen zu können, durch das Konzept der S6 sitze ich jetzt erfreulicherweise immer im Sweetspot. Die Knöpfe haben bei der Umstellung auf die S6 recht klein gewirkt, sind aber gut beleuchtet und somit auch in der typischen dunklen Kinomischung gut interpretierbar. Momentan überlege ich, ob 8 weitere Fader mit fest zugeteilten Spuren für mich sinnvoll wären, ich würde dort meine Masterregler unterbringen. Die Vorstellung, dass ich meine S6 durch das modulare Konzept auf zukünftige Anforderungen und Arbeitsweisen anpassen kann, gefällt mir ungemein.

Wenn ich ein neues Projekt starte, gehe ich im ersten Schritt immer von meinem Master-Setup aus. Ich nutze es als Ausgangspunkt für jeden neuen Job und passe es dann an. Die Eingänge werden zunächst auf Gruppen aufgeteilt und filmtypisch nach O-Tönen, Foleys, Atmos, Effekten und Musik auf entsprechende Stems geroutet. Dazu gibt es für internationale Produktionen noch Parallelspuren, zum Beispiel für Variationen der O-Töne. Die Hall-Returns werden ebenfalls den Stems zugeordnet.

Einige Plugins sind bei Filmprojekten fast unverzichtbar. Ich nutze oft PhoenixVerb, iZotope Ozone und Insight, beim Limiter oder Multi-Band-Compressor setze ich auf die Avid-Pro-Plugins, weil ich damit sehr gute Ergebnisse erziele. Die Plugins lege ich gerne auf den Touchscreen, um sie dort direkt ansteuern zu können. Außerdem nutze ich für viele Effekte den Expand Mode, da ich so zum Beispiel beim Master Limiter den Input Gain direkt an den Potis der einzelnen Kanalzüge regeln kann. Als Workstations kommen Mac Pros mit HDX-Karten zum Einsatz, als Recorder nutze ich den aktuellen Mac Pro mit einem HD Native System.“

Immer das Ganze im Blick

„Unabhängig von der Technik sind für mich drei Faktoren wichtig für eine gute Tonmischung – die Verständlichkeit von Dialogen, das Erzeugen von klar abgegrenzten Räumlichkeiten und ein in sich schlüssiges, homogenes Gesamtbild der Töne. Den aktuellen Film haben wir im Format 7.1 gemischt, wobei ich immer darauf geachtet habe, das Panning sehr subtil einzusetzen, da es der Handschrift des Films am ehesten gerecht wurde.

Wir haben in den Konken Studios auf jeden Fall sehr von der Umstellung auf die S6 profitiert und wir sind gut für die Zukunft und Veränderungen der Branche aufgestellt. Auch wenn ich die alte DFC noch in einer Ecke des Studios stehen habe, bin ich bisher noch nicht in die Verlegenheit gekommen, über eine Rückinstallation nachzudenken.“

Behind the Scenes – Mischen mit Pro Tools | S6 in den Konken Studios

Pro Tools | S6

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